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Reisegruppe aus dem Landkreis feiert 25 Jahre Partnerschaft in Schaumburg/Illinois

Großer Empfang für "Schaumburg, Germany"

Landkreis (flo). Fröhliches Wiedersehen in den USA: Anfang September hat eine sechsköpfige Reisegruppe der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft (SDAG) die amerikanische Partnergemeinde Schaumburg/Illinois besucht. Die Delegation kam aus dem gesamten Landkreis: Neben der Schriftführerin des Vereins, Anne Coert, und ihrem Ehemann Adolf aus Nienstädt gehörten auch Heidemarie Dreyer aus Bückeburg, Karl-Heinrich Schneider aus Apelern, Sigrid Henjes aus Barsinghausen und Tobias Landmann aus Rinteln zur Reisegruppe.

veröffentlicht am 16.09.2008 um 00:00 Uhr

Die deutsch-amerikanische Gruppe auf der Parade des Septemberfes

Anlass der Fahrt war das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen den beiden "Schaumburgs". Zu diesem Zweck hatte auch das "Sister Cities Committee" der amerikanischen Seite eingeladen. Der Zeitpunkt war bewusst gewählt, denn so konnte das Jubiläum mit dem alljährlich stattfindenden "Schaumburg Septemberfest" verbunden werden. Als "eine Mischung aus Altstadtfest und Rintelner Messe" müsse man sich die dreitägige Veranstaltung vorstellen, so Tobias Landmann, Fotoreporter unserer Zeitung. Das i-Tüpfelchen des Festes bildete eine über drei Kilometer lange Parade, an der mehr als 60 Gruppen teilnahmen. Nicht nur das große Aufgebot ließ vermuten, dass sich hier die ganze Stadt präsentierte: Fast jeder Verein und jede öffentliche Einrichtung waren vertreten. Neben den Polizei- und Feuerwehrabordnungen marschierten auch die sogenannten "Marching Bands" der örtlichen High Schools. Kurios: Damit die Bläser und Schlagzeuger der Marching Bands die Strecke bei praller Sonne auch ohne Pause durchstanden, wurden sie von einem eigenen Wasserträger versorgt. Obwohl sicherlich Höhepunkt, gab es außer dem Septemberfest eine Reihe weiterer Veranstaltungen, die für die deutsche Reisegruppe vorbereitet waren. Auf dem Programm standen unter anderem ein Besuch beim Schaumburg Police Department, mit dessen Polizei-Schäferhund Landmann schon am Rande des Septemberfests Bekanntschaft gemacht hatte: Nach kurzer Demonstration durch einen Police Officer konnte sich der Rintelner selber von den Fähigkeiten des Hundes überzeugen, der ihn in den (geschützten) Unterarm biss. Eine weitere Attraktion war eine restaurierte, aus den 1880er Jahren stammende Farm, in der ehrenamtliche Mitarbeiter nicht nur die Kühe nach alter Sitte von Hand melken, sondern auch historische Kleidung tragen. Schließlich stand auch eine Besichtigung der 1869 erbauten St. Peters Church an, in deren Museum die Habseligkeiten Friedrich Nerges ausgestellt werden, der Mitte des 19. Jahrhunderts von Reinsdorf bei Apelern nach Illinois ausgewandert war. Dieser hatte 1851 mit dem Ausspruch "Schaumburg schall et heiten!" den Namen der Stadt bestimmt. Die Reise unterstrich die Bemühungen um die transatlantische Freundschaft. "Das Sister Cities Committee hat auf jeden Fall dazu beigetragen, das Bewusstsein der deutschen Herkunft in Schaumburg/Illinois zu stärken", erklärte Landmann, sodass die deutschen Fähnchen bei der Parade nichts Ungewöhnliches darstellten. Auch Schriftführerin Anne Coert fasste die Woche in den USA als einen "sehr angenehmen Aufenthalt" zusammen, bei dem sie viele Freunde und Bekannte wiedergesehen hätte. Am 26. September wird der Gegenbesuch der amerikanischen Schaumburger erwartet, um das Jubiläum auch in Deutschland zu feiern.

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