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MTV gewinnt das Prestigeduell gegen die SG deutlich 35:25 / 28 Zeitstrafen gegen beide Mannschaften

Großenheidorn kippt Hohnhorst-Haste von der Spitze

Handball (hga). "Oh, wie ist das schön" - Freudengesänge hallten durch die Großenheidorner Mehrzweckhalle, der MTV Großenheidorn hatte gerade die SG Hohnhorst-Haste von der Tabellenspitze der Oberliga gekippt. Mit 35:25 (18:15) setzte sich der MTV in einem Derby durch, dass die Erwartungen hinsichtlich Kampf und Emotionen übererfüllte. Das belegen die Zahlen: 15 Zeitstrafen wurden gegen die SG ausgesprochen, 13 gegen den MTV. Sven Seegers (18.) und Tim Kirchmann (58.). verließen das Parkett mit einer direkten Roten Karte, Maiko Lindemann (33.) und Christian Höflich (49.) sahen die Rote Karte nach drei Zeitstrafen, Spielfluss kam selten auf.

veröffentlicht am 14.01.2008 um 00:00 Uhr

Christoph Lindemann (l.) schüttelt Tim Kirchmann von der SG Hohn

Dem MTV Großenheidorn kam die Teilnahme am Neujahrscup zu Gute, im Gegensatz zur SG wirkte der MTV gerade in den entscheidenden Phasen wacher und eingespielter, zeigte mehr Siegeswillen. Die SG musste erkennen, dass Oliver Gümmer auf der rechten Außenbahn Björn Güth nicht annähernd ersetzen kann, wobei Philipp Daseking die linke Außenbahn ebenfalls leblos hinterließ. Auch der linke Rückraum mit Marc Wengler und Paul Weiser war ein Ausfall. Götz Heuer im MTV-Tor parierte einen Wurf nach dem anderen, hatte auch das Glück, dass die SG ihr Wurfbild nicht änderte und ständig die Schokoladenseitevon Heuer anvisierte - entgegen aller Absprachen. Der erst 19-jährige Alexander Wieneke wurde beim MTV ins Feuer geworfen und machte seine Sache gut, Bertrand Salzwedel, Timm Franzke und Peter Muschelknautz nutzten für den MTV ihre Chancen konsequent. "Es war kein schönes Handballspiel, aber ich denke, wir haben auf Grund der besseren taktischen Leistung gewonnen", erklärte MTV-Coach Stephan Lux. "Wir sind zu dumm, einfach das angesagte zu tun, die Konzentration stimmte nicht. Was wir heute in die Wicken geschmissen haben, da brauche ich mich nicht zu wundern", SG-Coach Marc Siegesmund war verärgert. "Wir haben nicht gespielt, wir haben Handball gewürgt. So lange du nicht mit Kopf dabei bist, wird das nichts", befand Siegesmund. Über 9:9 (19.) und 21:21 (40.) verlief das Spiel äußerlich ausgeglichen. Ab dem 25:23 (46.) kam der MTV auf, bei der SG machte sich Frust breit. Das 29:23 (54.) von Muschelkautz brachte die Vorentscheidung, in den Schlussminuten wurde die SG einfach überrannt. Die SG agierte zu oft kopf- und planlos, während der MTV am Ende aufkommende Frustration bei den Gästen nutzte. MTV: Salzwedel 8/2, Muschelknautz 8, Franzke 7/3, Teßmann 3, Seegers 3, Maiko Lindemann 2, deSalvo 2, Christoph Lindemann 1, Wieneke 1. SG: Engel 5, Daseking 5, Wengler 5/4, Krikli 4, Kirchmann 4, Hillebrandt 1, Weiser 1.

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