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Geld wird knapp / Digitalfunk für drei weitere Ortsfeuerwehren

Große Ersatzbeschaffungen bereiten Feuerwehren Probleme

Samtgemeinde Niedernwöhren (jl). Die Investitionen der Samtgemeinde Niedernwöhren in den Feuerschutz werden in diesem Jahr sehr überschaubar ausfallen. Knapp 30 000 Euro sollen dafür in den Haushalt eingestellt werden. Sorgen macht den Verantwortlichen, wie die in den kommenden Jahren anstehenden teuren Ersatzbeschaffungen für neue Einsatzfahrzeuge bezahlt werden sollen.

veröffentlicht am 29.01.2007 um 00:00 Uhr

31 digitale Funkempfänger, sechs Atemschutzüberwachungstafeln, eine Hydraulik-Motorpumpe, eine Wetterschutzmarkise und einen Laptop für den Einsatzleitwagen und digitale Funkempfänger für die Sirenen hat das Samtgemeindekommando für dieses Jahr beantragt. Diese Posten standen auch in der Sitzungsvorlage für denFeuerschutzausschuss. Mit den Digitalempfängern wird die im vergangenen Jahr begonnene Umrüstung fortgesetzt. Für 9000 Euro sollen jetzt die Feuerwehren Lauenhagen, Pollhagen und Wiedensahl ausgestattet werden. Die Atemschutzüberwachungstafeln sind nach Angaben von Gemeindebrandmeister Dieter Köpper geradezu lebensnotwendig. Sie zeigen an, ob die Atemschutzgeräteträger gesundheitlich fit für ihre Aufgaben sind. Die Hydraulikpumpe ist für die Meerbecker Feuerwehr. Sie treibt die Schere und den Spreizer bei Hilfeleistungen an. Der Vorgänger ist nicht mehr voll funktionsfähig. Die Wetterschutzmarkise braucht das Gemeindekommando nach Köppers Worten, wenn bei größeren Einsätzen Besprechungen nötig sind. Dafür sei der Innenraum des Einsatzleitwagens zu klein. Beim Laptop meldete unter anderem Hans-Heinrich Läseke (SPD) Bedenken an. Er sah in dem Gerät keinen Nutzen für die Samtgemeinde, da es dazu dienen soll, Daten an die Einsatzleitstelle zu übermitteln. Das sah auch Ausschussvorsitzender Friedrich Wilharm (CDU) ähnlich. Deswegen ist die Ausgabe von rund 1200 Euro zurückgestellt worden. 11 000 Euro sind für die Umstellung der Sirenen auf digitalen Empfang veranschlagt. Doch es steht in der Schwebe, ob dieser Posten im Feuerschutzhaushalt bleibt, weil Sirenen laut Ordnungsamtsleiter Klaus-Dieter Wilkening weniger zur Alarmierung der Feuerwehren als für den Katastrophenschutz dienten. Über dieses Thema will der Ausschuss in einer seiner nächsten Sitzungen ausführlich diskutieren. Die großen Brocken für die Feuerwehren der Samtgemeinde stehen erst in den kommenden Jahren an. Dann müssen das TSF der Ortswehr Hülshagen, das LF 8 der Stützpunktwehr Niedernwöhren und der Gerätewagen der Stützpunktwehr Meerbeck ersetzt werden. Durch welche Fahrzeugtypen ist in den beiden letztgenannten Fällen noch offen. Das Land arbeitet laut Köpper an neuen Ausrüstungsstandards. Erst wenn diese vorliegen, sollen die Beschaffungsaufträge konkretisiert werden. Unabhängig davon, werden die Fahrzeuge viel Geld kosten. 300 000 Euro hat der Ausschuss deshalb in der mittelfristigen Finanzplanung vormerken lassen. Woher das Geld kommen soll, ist vollkommen unklar. Fakten



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