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Vorlesetag zum beiderseitigen Vergnügen

Große Augen und offene Ohren

Heeßen (sig). Die Kinder hatten ihre helle Freude daran, und die erwachsenen Gäste zeigten schon, dass sie etwas angespannt waren. Schließlich wollten sie ihre kleinen Zuhörer mit einer besonderen Lektüre in den Bann ziehen. Zumindest so lange, bis die Ablösung kam. Der Vorlesetag im evangelischen Kindergarten geriet für alle beteiligten Generationen zu einem besonderen Erlebnis.

veröffentlicht am 20.11.2006 um 00:00 Uhr

Lothar Blaudszun hatte als engagierter Großvater viel Spaß an se

Unter dem Motto "Große für Kleine" hatten sich bekannte Persönlichkeiten aus dem heimischen Raum bereit erklärt, in den Kindergarten zu kommen und dort aus einem von ihnen ausgesuchten Buch zusammenhängende Texte vorzutragen. Alle waren gespannt, ob sie mit ihrer Lektüre die richtige Wahl getroffen hatten und obsie es mit der Art ihres Vortrages geschafft hatten, die Aufmerksamkeit der kleinen Zuhörer auf sich zu ziehen. Es zeigte sich, dass kurzweilige Abenteuergeschichten die beste Wahl waren. Hexen, Zauberer, Geister, Zwerge, Löwen und vielerlei andere Exemplare aus der Phantasiewelt der Autoren tauchten da auf und füllten den Raum. Es war schon beeindruckend, mitzuerleben, auf welch unterschiedliche Art und Weise es den vorlesenden Erwachsenen gelang, Spannung aufzubauen und die Kinder zum Zuhören zu bringen. So ganz einfach ist das - zumindest am hellen Tag - nicht. Da sind die Kleinen nämlich richtig ausgeschlafen und motorisch aktiv. Abends kurz vor dem Einschlafen ist ein solches Vorhaben sicherlich einfacher. Aber selbst dann gibt es längst nicht mehr so viele vorlesende Eltern wie früher. Das jedenfalls behaupten die Fachleute. Und dieses Defizit ist der Grund für die Aktion, die von der Stiftung "Lesen" und der Wochenzeitung "Die Zeit" unter der Schirmherrschaft von Elke Heidenreich initiiert wurde. Christel Feindt, die Leiterin des Kindergartens, sprach nicht nur den Lesepaten, sondern auch den anwesenden Müttern ihren Dank aus. "Ich möchte eine solche Veranstaltung durchaus wiederholen, aber das geht nur mit Unterstützung der Mütter."

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