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Alte Kameraden informieren sich / Nebelwerfer als Schutz vor Terror

"Grohnde" beeindruckt die Resis

Bückeburg/Grohnde. Aus Anlass der Diskussion um die Reduktion des Kohlendioxidausstoßes haben sich die Mitglieder der Kreisgruppe Weserbergland des Reservistenverbandes in Grohnde über die Produktion von Strom aus Kernkraft informiert.

veröffentlicht am 26.03.2007 um 00:00 Uhr

Die Reservisten vor den Kühltürmen am KKW Grohnde.

Wie die technische Umsetzung der Theorie vonstatten geht und was die Besonderheiten eines Druckwasserreaktors vom Typ Grohnde sind, erläuterte Michael Siepenkorth vom Betreiber E.ON. Das kleine Einmaleins der Physik wurde dabei im Schnelldurchgang wieder aufgefrischt. Die Reservisten erfuhren auch, dass das Kraftwerk Grohnde eines der leistungsfähigsten der Welt ist und 1997 sogar einen Erzeugungsrekord einfuhr. Eine 60 000 Einwohner zählende Stadt wie Hameln kann mit der Wochenproduktion ein Jahr mit Strom versorgt werden. Nach derzeitiger Planung soll das Werk 2017 vom Netz gehen, so will es die Politik. Technisch wäre die Lebenszeit dann noch nicht zu Ende. Da die Entscheidung über die Endlagerung der abgebrannten Brennstäbe nicht getroffen ist, stehen sie in Transportbehältern, den "Castoren", für längstens 40 Jahre auf dem Gelände des Kraftwerkes oberirdisch in einer Art Bunker. Zum Schutz vor Anschlägen aus der Luft sind als bundesweites Pilotprojekt jetzt Nebelwurfanlagen installiert. Den Reservisten nicht unbekannt, werden sie doch schon seit Jahrzehnten bei den Streitkräften verwendet.

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