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Seit heute steht fest: Die kalifornische Super-Band spielt am Sonntag, 30. Mai in der TUI-Arena

Green Day – der Punk rockt in Hannover!

Hannover (ey). Rock-Ikone Robert Plant konnte mit dem Punk nie viel anfangen. Die Punker mit ihm auch nicht. Da gab’s sogar regelrechte Scharmützel zwischen ihm und seiner Wahnsinnsband Led Zeppelin Ende der siebziger Jahre, als die Punkmusik Fahrt aufnahm. Doch so richtig lange hielt der Punk-Boom gar nicht an, ja, selbst die Sex Pistols, wenngleich heute noch als Legenden geltend, ritten nicht wirklich lange auf der Erfolgswelle. Und heute? Heute gibt’s Green Day – und der Punk ist wieder auferstanden aus Ruinen.

veröffentlicht am 13.02.2010 um 06:37 Uhr

Die Sensation ist perfekt: Green Day, das Punk-Trio des 21. Jahrhunderts, gibt ein Konzert in Hannover! Termin ist Sonntag, 30. Mai, in der TUI-Arena. Denn der Run auf die Open-Air-Konzerte in München und Mainz ist riesengroß; Hannover ist als Zusatzshow angesetzt. Eintrittskarten gibt es ab heute im Vorverkauf (siehe Hinweis „Ticket-Service“ im Veranstaltungskalender).

Den Zusammenbruch des 21. Jahrhunderts thematisiert Green Day auf der aktuellen CD „21st Century Breakdown“. Mit Punk-Idealen, Kritik am Chaos der Zeit und mitreißenden Rock-Skizzen meldete sich das Trio im Frühjahr vergangenen Jahres spektakulär zurück. Fünf Jahre nach Veröffentlichung des richtungweisenden „American Idiot“ lieferte das achte Studioalbum von Green Day ein ambitioniertes Statement zu Zeitgeist und den Befindlichkeiten ihrer Generation. Nach ihrer restlos ausverkauften Arena-Tour im Oktober und November kündigen die Kalifornier jetzt für den Frühsommer 2010 Open Air-Auftritte in München (11. Juni) und Mainz (1. Juli) an. Aber vorher gibt’s noch den Hannover-Termin. In Kürze werden außerdem die „special guests“ bekannt gegeben.

Seit zwei Jahrzehnten gehört Green Day zu den spannendsten, kraftvollsten und erfolgreichsten Rock-Acts der USA. Mit ihrem dritten Album „Dookie“ läutete die Band 1994 das große Punk-Revival ein. Seitdem kennt man sie weltweit als Wegbereiter der Neo-Punk-Ära. Mit knackigen Songs, komplett handgemachter Musik und druckvollen Arrangements waren die drei Punkrocker die Vorreiter für international erfolgreiche Gruppen wie The Offspring, Blink 182 oder Good Charlotte. Sie bewiesen, dass kraftvoller Punk und Pop kein Widerspruch sein müssen. 65 Millionen CDs, zahllose Gold- und Platinauszeichnungen und drei Grammies belegen die einzigartige Popularität der Kalifornier.

Billie Joe Armstrong (Gesang, Gitarre), Mike Dirnt (Bass) und Tré Cool (Schlagzeug) gelten als Ausnahmekünstler. Und dies nicht nur auf der musikalischen Ebene, die sie perfekt beherrschen. Verblüffend ist die aufrichtige Bodenständigkeit, die sie trotz des Erfolges auszeichnet. Wenig Extravaganzen, stattdessen Punkrock mit durchweg brillanten Melodien, klugen Texten und einem peitschenden Druck, der jedes Rockerherz höherschlagen lässt.

Green Day ist stets um Weiterentwicklung bemüht. Mit jedem Album erfindet die Band sich ein Stück weit neu, ob auf dem gesellschaftskritischen, gedankenvollen „Insomniac“ oder ihrem Ausflug in den Songwriter-Rock „Warning“ – immer wieder lernt man neue Facetten kennen. Ihren bislang größten Erfolg erzielte die Gruppe 2004 mit ihrem Album „American Idiot“. Inhaltlich eine Rockoper im Stile von The Whos „Quadrophenia“, verkaufte das Werk mehr als 13 Millionen Exemplare.

Sieben MTV-Awards, ein Grammy sowie die Einstufung der britischen Musikzeitschrift „Kerrang!“ als „beste Band des Planeten“ sowie als „beste Live-Band aller Zeiten“ sprechen eine deutliche Sprache. Und nach einer längeren Auszeit ist Green Day jetzt wieder da, wo die Band hingehört: auf die Bühne.



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