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Mehr Rücksicht von Radfahrern und Theaterbesuchern gewünscht

Grabgestecke am Seetorfriedhof gestohlen - jetzt weiterverkauft?

Rinteln (ur). Zu unserem Frühstücksei über das "traditionelle Abschießen der Schützen" merkt Schatzmeister Wilfried Brandt vom Schützenverein Jetenburg belustigt an: "Scheinbar ist Ihrer Aufmerksamkeit entgangen, dass das Schützenjahr für viele Vereine mit dem Anschießen der Schützen beginnt. Ich betrachte es somit als einen Akt der Gnade, die Angeschossenen von ihren Leiden mit einem traditionellen Abschießen zu erlösen." So betrachtet, hat das natürlich seine Berechtigung. In diesem Sinne allen wackeren Schützen weiterhin ein kräftiges "Gut Schuss!"

veröffentlicht am 12.11.2008 um 00:00 Uhr

Im Beitrag zur Partnerschaft zwischen den reformierten Gemeinden von Rinteln und Kendal wird erwähnt, dass Pastor Dave Harkison eine "Albe"über seinem Talar trägt. Ergänzend dazu stellt Maria Branahl fest, dass es sich bei der Albe im katholischen Verständnis um das weiße Priesterhemd aus Leinen handelt, das unter dem Messgewand getragen wird. Im übrigen erinnert sie daran, dass der Brauch des Martinsumzugs mit Pferd in Rinteln schon vor mehr als 40 Jahren geübt wurde: "Das geschah damals auf Initiative von Pfarrer Ahlke und der Kolpingfamilie. Vom Rittergut Exten wurde seinerzeit das Pferd zur Verfügung gestellt." Edwin Boyd empfindet es als "geradezu abstoßend", wie sehr manche Besucher nach den Veranstaltungen im Brückentorsaal vordrängen, um an ihre Garderobe zu kommen. "Auch an dem Getränketresen in der Pause gilt offenbar das Recht des Stärkeren, so rücksichtlos schieben sich da etliche an der Warteschlange vorbei." Auch ein höfliches und rücksichtsvolles Verhalten gehöre zur Kultur dazu und sei jedenfalls "wichtiger als elegante Kleidung." Ein bestürzendes Erlebnis hatte Gerhard Kleinwächter , dessen Familie eine Großgrabstelle auf dem Seetorfriedhof hat, wo seit einigen Jahren auch seine Ehefrau bestattet ist: "Der Bruder aus Bielefeld hat dort am vergangenen Sonnabend ein Gesteck zum ehrenden Gedenken abgelegt - und als ich am Montag dort vorbeikam, war es spurlos verschwunden." Sein böser Verdacht: "Das wird ja wohl kaum jemand fünfzig Meter weiter auf ein andres Grab gelegt haben. Vielleicht werden solche Gestecke ja systematisch eingesammelt und irgendwo veräußert!" In jedem Fall ein unglaubliches Verhalten gegenüber den Gefühlen der Trauernden und Hinterbliebenen. Isolde Schulz aus der Südstadt erwartet von der Polizei ein rigoroses Vorgehen "gegen das gefährliche Verhalten mancher Radfahrer in der Fußgängerzone." An sich seien diese dort ja nur geduldet, aber "einige benehmen sich so, als ob die Straße ihnen allein gehört". So sei sie am vergangenen Freitag gezwungen worden, mit ihren Einkaufstüten zur Seite zu springen - "und meine Schwiegertochter ist neulich sogar in der Klosterstraße mit ihrem Kinderwagen angefahren worden von einem Schüler, der es wohl eilig hatte, rechtzeitig zur Schule zu kommen." Eine positive Erfahrung im Alltag hat Ingrid Scheibe gemacht: Am Montagmorgen war die junge Frau aus Rinteln mit ihrem Blindenhund "Fred" im Linienbus vom Hallenbad zur Bünte-Brücke unterwegs, fuhr aber ungewollt eine Station zu weit - der Busfahrer hatte vergessen, ihr rechtzeitig Bescheid zu sagen. Sofort boten zwei Mitarbeiter einer Gartenbaufirma der blinden Frau ihre Hilfe an: "Die haben mich bis zur Bünte-Brücke zurück begleitet, das fand ich sehr nett." Kritisch hingegen merkt Ingrid Scheibe an, dass viele Rintelner ihre Fahrräder nur unzureichend gegen das Umstürzen sichern: "Wenn ich mit dem Jackenärmel daran hängen bleibe, kippen die Räder auf meinen Hund - wären die Räder angeschlossen, würde das nicht passieren."

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