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Zusätzlicher Graben vom Ortsbürgermeister "entdeckt" / Aufnahme in Kategorie 2 vorgeschlagen / Kindergarten Wietersheim bald teurer?

Graben in Cammer: Katasterkorrektur mit ironischen Untertönen

Cammer (bus). Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs "dürfen" sich um den ordnungsgemäßen Zustand eines weiteren Grabens kümmern. Das ist während der jüngsten Sitzung des Ortsrates Cammer deutlich geworden. "Der in Privatbesitz befindliche Graben taucht im offiziellen Kataster der Stadt überhaupt nicht auf", stellte Ortsbürgermeister Friedrich Rösener mit leicht kritischem Unterton fest. "Gerade um solche Fehler zu korrigieren, wird die Aufstellung gegenwärtig in den lokalen Parlamenten vorgestellt und diskutiert", klärte Verwaltungsvertreter Manfred Rettig mit leicht ironischem Unterton auf.

veröffentlicht am 11.07.2006 um 00:00 Uhr

Mit Kugelschreiber markiert: Der Graben soll ins Stadt-Kataster.

Bei der monierten Furche handelt es sich um eine Vertiefung, dieöstlich der Bebauung an der Straße "Vorm Walde" das Oberflächenwasser Richtung Aue-Kanal abführt. Dem Antrag des Ortsrates, das Gewässer in die Kategorie 2 aufzunehmen, stünde nichts entgegen, erläuterte Rettig. Die Besitzverhältnisse im Cammeruner Norden, wo etliche Parzellen Eigentum der Stadt Petershagen sind, standen nicht zur Diskussion. Rösener - "das ist Bürokratie hoch drei, dass Petershagen hier reinigen muss" - stellte trotz eines ablehnenden Bescheids aus dem Bückeburger Rathaus in Aussicht, "an der Sache dranbleiben" zu wollen. Die im Grabenkataster dargestellte Unterhaltung von stehenden und fließenden Gewässern richtet sich nach drei Kategorien. Gräben der Kategorie 1 dienen als Vorflut für einen Regenwasser-Kanal und werden regelmäßig kontrolliert, zweimal pro Jahr gemäht sowie regelmäßig ausgebaggert. Kategorie 2 umfasst Gräben, die als Vorflut für Regenwasser-Hausanschlüsse oder Felddrainagen dienen. Sie werden unregelmäßig kontrolliert, mindestens einmal pro Jahr gemäht und bei Bedarf ausgebaggert oder ausgefräst. Zur Kategorie 3 werden Stich- oder Endgräben gezählt, die der Oberflächenentwässerung in freiem Gelände dienen. Diese werden nur bei Bedarf kontrolliert und geräumt. Rösener machte in den Mitteilungen des Ortsbürgermeisters bekannt, dass im Nachbarkreis Minden-Lübbecke die Möglichkeit einer Gebührenerhöhung für Kindergärten diskutiert werde. Was auch den Kindergarten Wietersheim betreffen könne, der von Cammeruner Mädchen und Jungen - gegenwärtig 24 -besucht wird. Die Einweihung des Bolzplatzes habe nicht besserüber die Bühne gehen können, fasste Rösener seine Eindrücke von der kürzlich erfolgten offiziellen Übergabe der in Cammer seit vielen Jahren geforderten Freiluftanlage zusammen. Die Veranstaltung habe bislang einen Überschuss von mehr als 300 Euro eingespielt. Erträge aus der Bandenwerbungwürden diese Summe noch aufstocken.

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