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Pastor Zastrow: Barth-Zitat im Mittelpunkt desökumenischen Pfingstgottesdienstes vor dem Mausoleum

"Gott kann durch 'nen toten Hund zu uns reden"

Bückeburg (bus). "Gott kann durch den Kommunismus, durch ein Flötenkonzert, durch einen blühenden Strauch oder durch einen toten Hund zu uns reden", hat Pastor Klaus Zastrow am Montag den Theologen Karl Barth zitiert. Trotzdem habe er sich für den Namen Jesus Christus entschieden; und auf den komme es an. Das Zitat unterstrich den ökumenischen Charakter des nunmehr fünften Freiluftgottesdienstes, der zu Pfingsten erneut viele hundert Bückeburger Christen vor dem Mausoleum zusammenführte.

veröffentlicht am 07.06.2006 um 00:00 Uhr

Die Geistlichen Klaus Zastrow (von links), Matthias Ziemens und

Vielleicht seien die unterschiedlichen Konfessionen ein gnädiges Gewährenlassen Gottes, sagte der Geistliche. "Wir sollten die Verschiedenheit als Reichtum betrachten." Die Einheit der Christen werde durch sie nicht berührt. Zastrow: "Ökumenisch sind wir schon geeint." Der von der evangelisch-lutherischen (Zastrow), der evangelisch-reformierten (Pastor Thomas Krage) und der katholischen (Pfarrer Matthias Ziemens) gemeinsam organisierte Gottesdienst nahm den Bericht des Apostels Lukas zur Grundlage, der schildert, was am fünfzigsten Tag nach Ostern in Jerusalem geschah. Lukas erzählt von Feuerflammen, die sich auf die Köpfe derjenigen setzten, die vom auferstandenen Christus kündeten - der Funke Gottes ist auf seine Gläubigen übergesprungen. Sie haben seinen Auftrag verstanden und die Kraft erhalten, diesen auch durchzuführen. Die Pfingstgeschichte wird heute häufig als Modell für das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Interessen, Herkünfte, Fähigkeiten und Bedürfnisse begriffen. Vor dem Mausoleum verdeutlichten normalerweise in Gottesdiensten nicht zu vernehmende Applause den außergewöhnlichen Charakter der Zusammenkunft. Der Beifall galt in erster Linie dem Gospelchor "Rhythm of Life" (Leitung Imke Röder) und dem unter dem Dirigat von Siebelt Meier aufspielenden Posaunenchor der Stadtkirchengemeinde. Lob und Anerkennung der Besucher verdienten sich darüber hinaus Abordnungen des Bückeburger Pfadfinderstamms "Bilche" und der Diakonie Sozialstation, die die Gottesdienstteilnehmer im Anschluss an das Schlusslied "Komm Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen" vortrefflich verköstigten. Über die Einnahmen aus dem Verkauf und der Kollekte freuten sich die Mitarbeiter der Sozialstation.

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