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Verträge mit Kasel-Architekten unterzeichnet / "Kinkeldey" macht den Rohbau, "Harmening" die Statik

Golfer am Ball: Bauschild fürs Clubhaus steht

Luhden (tw). Der "Golfclub am Harrl" ist seinem Ziel, am Rande des von Stararchitekt Jeremy Pern gestalteten Platzes ein repräsentatives Clubhaus zu bauen, einen weiteren Schritt näher gekommen: "Wir haben das Geld, die Verträge mit Kasel-Architekten sind unterschrieben, die Eigentumsverhältnisse geklärt - und der Zeitplan steht", berichtet Golfer-Präsident Volker Kipp. Wer am Clubgelände vorbei geht, kann bereitsdas Bauschild sehen ...

veröffentlicht am 29.12.2007 um 00:00 Uhr

Das künftige Clubhaus: Ansicht von Süd-Osten.

"Auch der Bauantrag ist inzwischen eingereicht - wir warten jetzt nur noch auf das ,Go' aus Stadthagen", sagt Kipp. Und ergänzt: "Dass wir den Plan hatten, Ostern 2008 fertig zu sein, schreibe ich unserem unerschütterlichen Optimismus zu. Der Bau wird sich verzögern, das ist sicher, allerdings nicht sehr lange. Je nach Wetter und Erteilung der Genehmigung werden wir nah dran sein am Plan." Fest steht laut Kipp indes: Einen Generalunternehmer für das von Kasel-Architekten (Minden) geplante Projekt gibt es nicht; die Gewerke werden einzeln ausgeschrieben. Den Auftrag für den Rohbau des Clubhauses erhält die Firma SBK-Hausbau von Harald Kinkeldey mit Sitz in Rinteln. Für die Statik des Gebäudes soll nach Aussage des Golfer-Präsidenten das Bückeburger Ingenieurbüro Harmenning verantwortlich zeichnen. In einem Brief, den Kipp auf www.golfclub-am-harrl.de online stellte, heißt es mit Blick auf den Werdegang des Projekts: "Wir hatten einen großen Traum: Ein Clubhaus mit 200 Quadratmetern zu bauen, um ein festes und wohnliches Dach über dem Kopf zu haben. Dieser Plan wurde durchkreuzt von der Vision eines Architekten, dem es auch noch gelungen ist, einen Sponsor zu finden, der seine Idee unterstützt. Unter diesen Voraussetzungen und mit der bis dahin geleisteten Arbeit des Vorstandes war es nun nicht mehr schwierig, auch Betreiber Lutz Ahner davon zu überzeugen, dass wir zukunftsorientiert bauen sollten. Ein Mann der Tat, was viele nicht mehr glaubten, ist unser Lutz Ahner. Mit unglaublichem Engagement kniete er sich in das Projekt ,Großes Clubhaus'". "Ganz nebenbei" habe Ahner auch noch die zwei wunderschönen Abschlaghütten entstehen lassen und den beiden Trainern sowie den Mitgliedern ideale Trainingsbedingungen geboten. Besagte Mitglieder zählen aktuell übrigens 160 Köpfe - das ist eine Zahl, welche die im September 2006 mit 65 Mitgliedern gestarteten Golfer am Harrl erst für Ende des Jahres 2008 angepeilt hatten. Zur Erinnerung: Das Projekt "Bau des Clubhauses" hat Dimensionen angenommen, welche die bisherigen Pläne in den Schatten stellen. Statt 200 000 Euro wird das künftige Objekt ein Bauvolumen von - mindestens - 500 000 Euro haben; der "reguläre" Preis würde sogar bei 900 000 Euro liegen. Kommt hinzu: Die Nutzfläche soll sich von zunächst 200 auf jetzt 770 Quadratmeter fast vervierfachen. Beagte Zahlen hatte Kipp Ende Juli im Gespräch mit der Landes-Zeitung genannt. Die Mitglieder hatten damals einstimmig beschlossen, "ihre" 200 000 Euro nicht in ein Einzelprojekt zu investieren, sondern in eine Gesellschaft, in welcher der Club Anteilseigner ist. Klartext: Zu den 200 000 Euro, welche die Clubmitglieder selbst aufbringen, kommen laut Kipp 300 000 Euro, welche die "Golf& Garden GmbH" von Lutz Ahner, Betreiber des Platzes am Harrl, in das Projekt stecken will. Eine nicht genannte Summe sollüberdies vom Sponsor kommen. Macht zusammen 500 000 Euro plus "x". "Würden die angefragten Bauunternehmer das Gebäude nicht weitgehend zum Selbstkostenpreis errichten, läge die Bausumme regulär gar bei 900 000 Euro", erinnert der Golfclub-Präsident. Kipp: "Mit Blick auf den Sponsor haben wir entschieden, den Planungsauftrag an ,Kasel Architekten' (Minden) zu vergeben." Denn Kasel-Architekten sind gleichzeitig für das Büro des Sponsors tätig. Das auf einer Bodenplatte (ohne Keller) geplante Clubhaus selbst soll als Stahl-Glas-Konstruktion mit Wänden in Leichtbauweise errichtet werden - "mit einem wunderbaren Blick ins Tal". Im Souterrain wird der Service mit Duschen, Umkleiden, werden die Caddy-Räume sowie das Sekretariat und das Lager untergebracht. Der obere Bereich wird die Gastronomie, Clubräume, Büro und Konferenzzimmer sowie das Foyer beinhalten. Kipp: "Es wird eine ,offene' Gastronomie werden, die nicht nur Mitglieder, sondern auch Gäste bewirtet." Noch laufen Gespräche mit potenziellen Betreibern aus dem Landkreis Schaumburg, darunter ein besonders namhafter. In seinem letzten "online"-Brief erinnert Kipp auch an die jüngste Pflanzaktion (wir berichteten) auf dem Gelände: "Dann gab es da noch dieses Problem mit dem hohen Gras. Einfach runter mähen? Da wird der Platz zu leicht. Wir wollen doch keine Kinderspielwiese, oder? Also die geplanten Bäume und Büsche mussten kommen. Und sie kamen auch. Fast 600 Bäume wurden gekauft und von fleißigen Händen, unter nicht gerade idealen Wetterbedingungen gepflanzt." Das Gras bleibt nun kurz; weitere Bäume sollen im Laufe der Zeit noch folgen.

Volker Kipp
  • Volker Kipp
Ein Großereignis wirft seine Schatten voraus: Das Bauschild für
  • Ein Großereignis wirft seine Schatten voraus: Das Bauschild für das neue Clubhaus steht. Lutz Ahner (vorne) strahlt.

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