weather-image
12°
Kondition, Koordination, Konzentration: Mitgliederzahl im Golfclub Schaumburg steigt / 775 Mitglieder, 128 Jugendliche

Golf? Zu kleine Löcher und ungeeignete Spielgeräte!

Obernkirchen (rnk). Einem Wort Winston Churchills nach ist Golf ein Spiel, bei dem man einen zu kleinen Ball in ein viel zu kleines Loch schlagen muss, und das auch noch mit Spielgeräten, die für diesen Zweck denkbar ungeeignet sind. Das schreckt in der näheren und weiteren Umgebung die Spieler anscheinend nicht ab, denn Obernkirchen liegt voll im Golftrend: Die Mitgliederzahl des Golfclubs Schaumburg wächst nach wie vor. 775 Mitglieder schwingen zurzeit im Golfclub den Schläger, davon 128 Jugendliche und Kinder. Das entspricht einer Steigerung von fast zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.

veröffentlicht am 11.09.2008 um 00:00 Uhr

0000498911.jpg

Geändert hat sich der Parcours: Auf den ersten neun Löchern gibt es endlich ein Par-5-Loch, dazu wird Loch 4 künftig von unten nach oben gespielt. Auch Loch 11 wurde verändert: Aus dem Par 4 wurde ein Par 3, damit hat sich die Gefahr für auf dem BKK24-Gelände parkende Autos durch die sprichwörtlichen marodierenden Golfbälle auf nahezu Null reduziert. Loch 3 und 4 wurden neugestaltet, dadurch wurden die Laufwege zwischen den Löchern deutlich reduziert. Beim jährlichen Presseempfang wurden im Clubheim auch die gesundheitsfördernden Aspekte des Sports herausgestellt: Kondition, Koordination, Konzentration: Golf sei ein vielseitiger Ausdauersport, betonten Vorsitzende Dr. Manfred Brinkmann und Stellvertreter Günter Liehr; ein Sport, bei dem Herz und Kreislauf optimal trainiert würden. Die Beliebtheit des Sports ist in Obernkirchen untrennbar verbunden mit der Schönheit des Platzes selbst: Das 55 Hektar große Areal des Golfclubs ist nur zur Hälfte durch die 18 Golfbahnen belegt, der Rest sind Wiese, Wald und Wege. Ein teilweise recht alter Baumbestand säumt die Bahnen und bietet auch noch vielen Tieren Platz: Hasen, die den Golfspieler am Morgen begrüßen, sind schon fast die Regel. Der Golfer beginnt seine Runde auf dem jüngeren Teil des Platzes, der erst 2000 in Betrieb genommen wurde. Hier ist der Bewuchs noch nicht so dicht, dafür kann der Blick ungehindert in die Ferne schweifen: über die Silhouette Obernkirchen bis hinunter in die norddeutsche Tiefebene. Auf den älteren Teil des Platzes ziehen sich die Bahnen durch dichte Waldbestände, scherzhaft spricht mancher auch im Bereich der Bahnen 10 bis 12 von der "Grünen Hölle" oder dem "Bermuda-Dreieck" - mancher Ball verschwindet nämlich hier im üppigen Grün. Präzises Spiel ist hier gefragt. Aber es ist nur ein Gerücht, dass einige Spieler hier so viel Zeit mit der Ballsuche verbringen, dass sie schon sagen können, welche Pflanzen dort essbar sind. Ein weiteres Erfolgsgeheimnis ist das intensive Kümmern der Clubmitglieder um die golfenden Neulinge: Es gibt nämlich das Prinzip der Patenschaften, bei denen ein erfahrener Golfer dem Neuling hilft, sich auf und neben dem Platz zurechtzufinden und beim Erlernen der Regeln bis zum Ablegen der Platzreife hilft. Davon, dass der Golf nicht mehr der Sport der Reichen und Wohlsituierten ist, kann man sich am besten in einem Schnupperkursüberzeugen, die am Wochenende jeweils sonnabends und sonntags stattfinden. Der nächste Schritt ist eine Mitgliedschaft, die bis zum Jahresende befristet ist und 80 Euro kostet. Im darauf folgenden Jahr kann offiziell in den Golfclub eintreten werden. Dafür wird ein Eintrittsgeld von 250 Euro erhoben und ein Jahresbeitrag von 920 Euro zuzüglich einer jährlichen Verbandsabgabe von 41 Euro. Und dann kann es beginnen, das Leben mit dem Virus, der Golfer immer ihr Leben trennen lässt. Sie pflegen dann ihr Leben in zwei Abschnitte zu unterteilen: Das Leben vor und ein Leben mit Golf .

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare