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12°

Der September war recht freundlich

"Goldener Oktober" müht sich redlich

Landkreis. Bis gestern bestimmten noch atlantische Tiefdruckgebiete unser Wettergeschehen. Nun streckt ein Hochdruckgebiet von Südwesten her sein Fühler nach Norddeutschland aus. Die Folge: Wetterberuhigung und eine auf Südwest drehende Strömung, mit der ab heute 17 bis 19 Grad milde Luft heranlenkt wird. Auch die Nächte werden mit rund zehn Grad wieder deutlich milder. Doch da wir in gefährlicher Nähe zu den Tiefs über Nordwesteuropa bleiben, könnten die Bemühungen des "Goldenen Oktobers" sich festzusetzen schon in der zweiten Wochenhälfte wieder im Sande verlaufen.

veröffentlicht am 07.10.2008 um 00:00 Uhr

Über den Wolken, da muss doch wohl Sonne sein, hat sich die Sonn

Autor:

Reinhard Zakrzewski

Der September gab sich im Schaumburger Land recht freundlich. Das lag an dem wochenlangen Hochdruckeinfluss, derüberdurchschnittlich viel Sonnenschein, aber auch anhaltende Trockenheit brachte. Deutliche Abstriche gab es bei den Temperaturen, da sich weder der Spätsommer in der ersten, noch der Altweibersommer in der zweiten Monatshälfte, richtig durchsetzen konnte. Der Grund: die ungünstige Lage des stabilen Hochdruckgebietes über Skandinavien und Nordwestrussland. So gelangte mit nördlicher bis östlicher Strömung wiederholt Luft aus polaren Breiten zu uns, die sich in dieser fortgeschrittenen Jahreszeit nur zögernd erwärmte. Für die wenigen wohligen Tage sorgten Tiefausläufer aus Westen, die auf ihrer Vorderseite kurzzeitig warme Mittelmeerluft herantransportierten. Mit 13,4 Grad lag das Monatsmittel im Landkreis Schaumburg deshalb erstmalig in diesem Jahr um einige Zehntel (0,6 Grad) unter dem vieljährigen Durchschnitt (1961-1990). Immerhin gab es noch einen der üblichen zwei Sommertage (25 Grad und mehr). So stieg die Temperatur am 11. September in Bückeburg auf genau 25 Grad. Am anderen Ende der Skala rutschten die Nachtwerte nach Monatsmitte schon recht tief in den Keller, etwa am 19. September, als das Quecksilber in Bückeburg das Monatsminimum von 2,5 Grad, am Boden plus ein Grad, anzeigte. In den berühmten höheren Muldenlagen dürfte es sogar leichten Luftfrost gegeben haben. Punkten konnte der September mit 135 Stunden Sonnenschein, fünf Prozent mehr als üblich. Bemerkenswert war die lange Trockenperiode, die abgesehen von wenigen feuchten Unterbrechungen, bis gegen Monatsende anhielt. Hätte es da nicht den verregneten 30. September gegeben, der überall die größte Tagesmenge brachte (Bückeburg dreizehn Liter/Quadratmeter), wäre der September um 50 Prozent zu trocken ausgefallen. So reduzierte sich das Minus mit insgesamt rund 40 Liter Regen auf etwa ein Viertel. Im Oktober erstrahlt der Herbst in seiner vollen Pracht. Immer schräger fallen jetzt die Sonnenstrahlen ein und tauchen die herbstlich gefärbte Natur in ein berauschendes Licht. "Goldener Oktober" nennt der Volksmund diese Schönwetterperiode, die sich überdurchschnittlich häufig im zweiten Monatsdrittel einstellt. Sie ist gekennzeichnet durch verhältnismäßig sonnige und trockene Tage und sehr kühle, zu Nebel neigende, Nächte. Weht der Wind kräftig aus Süden und ist der Morgennebel nicht allzu zäh, sind am Nachmittag noch mehr als 20 Grad möglich. Deshalb ist der Wetterspruch, "am Sankt-Gallus-Tag (16. Oktober), den Nachsommer man erwarten mag,"durchaus berechtigt.



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