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Dorfwettbewerb: Friller vertreten den Landkreis auf Landesebene / Lütkenbremer selbstkritisch

Gold für Frille, Bronze für Kleinenbremen

Kleinenbremen/Frille (ly). Bronze für das Bergdorf: Nach dem Sieg vor drei Jahren hat es für Kleinenbremen im Minden-Lübbecker Wettbewerb der Dörfer diesmal nur zu einem dritten Platz gereicht. Nur?

veröffentlicht am 27.06.2008 um 00:00 Uhr

Preisverleihung: Friedrich Vogt (vorne, r.), Chef des Bezirksaus

"Von Enttäuschung kann keine Rede sein, die Stimmung ist gut", verbessert Friedrich Vogt, Vorsitzender des Bezirksausschusses. Gewonnen hat in der Sondergruppe der Sieger von 2005, wo Kleinenbremen antrat, das 1000 Jahre alte Stiftsdorf Levern (Stemwede). "Eine aktive Dorfgemeinschaft haben wir ebenfalls",so Vogt. "Aber gegen die Gebäude-Substanz von Levern, wo die alte Ortsmitte noch intakt ist, können wir nicht anstinken." Verhaltener Jubel also in Kleinenbremen, grenzenlose Begeisterung dafür in Frille: In der Kategorie bis 2500 Einwohner hat die Petershäger Ortschaft den ersten Preis gewonnen, dotiert mit 1000 Euro. Besonders gefiel der Jury von "Unser Dorf hat Zukunft", deren Vorsitzender Kreisheimatpfleger Dr. Gerhard Franke ist, Frilles "Entwicklungskonzept Dorfmitte". Lobend erwähnt wurden die Umnutzung ehemals landwirtschaftlich genutzter Hofstellen sowie vielfältige Aktivitäten und Veranstaltungen von Vereinen oder Institutionen, die häufig überörtliche Bedeutung hätten. Frille und Pr. Ströhen, die nördlichste Ortschaft Nordrhein-Westfalens, vertreten den KreisMinden-Lübbecke nun beim Landeswettbewerb. Vier der fünf ersten Preise gingen übrigens ins Lübbecker Land, ohne Frilles Erfolg wäre der Triumph perfekt gewesen. Mit zehn Leuten war der Kleinenbremer Arbeitskreis Dorfwettbewerb am Mittwoch nach Lübbecke gereist, wo in der Stadthalle die Preise vergeben wurden. Beteiligt hatten sich 36 Dörfer. Kleinenbremen überzeugte vor allem beim Thema Energie. Genannt wurden der Energiepfad am Mühlenbach, die Energiesiedlung "An den Forellenteichen" sowie die Sanierung der Mönkhoff-Mühle, wo demnächst eine Energie- und Kulturwerkstatt einzieht. Besonders gut gefallen hat der Jury außerdem das bundesweit einmalige Projekt der Freiwilligen Feuerwehr zur Kinderbetreuung, ausgezeichnet mit dem Förderpreis "Florentine". Am Tag danach war Friedrich Vogt mit dem Ergebnis ("Das ist so korrekt") zufrieden, zeigte sich aber auch selbstkritisch. "Einige Punkte hätten wir beim Besuch der Kommission besser herausstellen müssen", meint er, zum Beispiel die "Zukunftsinitiative Tourismus". Zu kurz gekommen sei der Bereich Grün. Kein Wunder, denn Anpflanzungen der Ortsgemeinschaft habe es nicht gegeben. Für die Natur hat Kleinenbremen (rund 2600 Einwohner) nach Überzeugung des Vorsitzenden dennoch etwas getan: "Wir verzichten auf die Ausweisung von Baugebieten und aktivieren Baulücken." Das Grün-Problem sieht Vogt eher allgemein: "Tatsache ist, dass in den Dörfern in großer Zahl Bäume entfernt werden - Stichwort Kyrill." Kleinenbremens dritter Preis ist mit 500 Euro dotiert. Dass die Lütkenbremer in drei Jahren wieder teilnehmen, gilt als beschlossene Sache.



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