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Verwaltung: Tönsmeier reinigt regelmäßig / Altkleidercontainer ein Problem

Goebel: "Verdreckte Container sind Schandfleck im Rintelner Stadtbild"

Rinteln (wm). Die Frühlingssonne bringt es an den Tag: An praktisch allen Standorten in Rinteln sind die Iglus für Altglas wie die Altkleider-Container extrem verdreckt. Ein Ärgernis für Anwohner wie Spaziergänger, das jetzt Ortsbürgermeister Ulrich Goebel (CDU) wie FDP-Stadtrat Paul-Egon Mense zu einem Thema der Politik machten.

veröffentlicht am 20.03.2008 um 00:00 Uhr

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Goebel forderte in einer Finanzausschusssitzung die Verwaltung auf, sich um das Problem zu kümmern, Mense formulierte seinen Ärger in einer Pressemitteilung. Was Mense besonders auffällt: Die Container stehen oftmals an exponierten Stellen im Stadtgebiet - man kann sie nicht einfach "übersehen". Weitere Sorge von Mense und Goebel: "Wo Dreck ist, kommt noch mehr Dreck hin", frei nach dem Motto, so Mense, "wenn es dort schon so versifft aussieht, kann man seinen eigenen Müll doch noch zusätzlich entsorgen." Erster Stadtrat Jörg Schröder sieht zumindest bei den Iglus die Lage nicht so dramatisch: Da gebe es mit der Firma Tönsmeier einen Ansprechpartner. Dieses Unternehmen reagiere auch immer, wenn die Stadt die Reinigung oder den Ersatz von defekten Iglus anmahne. So seien jüngst schallschutzgedämmte Iglus dort aufgestellt worden, wo sich Anwohner über den Lärm beklagt haben, wenn das Altglas in die Behälter knallt. Ein nagelneuer steht beispielsweise auf dem Dorfplatz in Hohenrode - sogar mit verdecktem Einwurf. Mense sieht es trotzdem noch anders: "Warum erst telefonieren? Eine turnusgemäße Reinigung der Iglus müsste doch eigentlich bereits im Vertrag über die Aufstellung der Iglus festgeschrieben werden." Anders die Situation bei den Altkleider-Containern. Hier gibt es verschiedene Telefonnummern - und die sind, wie gestern auch ein Test der Redaktion ergab - nicht zu erreichen. Beim DRK-Kreisverband ist man auf die Konkurrenz ohnehin nicht gut zu sprechen. Wie Kreisgeschäftsführerin Ursula Krüger gestern in einem Telefongespräch erläuterte, ist das DRK von einigen Standorten durch die kommerziellen Sammler regelrecht verdrängt worden. Es gebe Unternehmen, die zahlten 600 Euro für den Standort - "wir nicht". Dass in letzter Zeit häufig die Kleidercontainer kommerzieller Sammler überquellen, weil sie nicht geleert werden, wundert sie nicht. Mit Altkleidern sei derzeit nicht mehr so viel Geld zu verdienen wie früher. Kleiderspenden sind ohnehin auch grundsätzlich in die Kritik geraten, vor allem wenn Altkleider nicht kostenlos in Notgebiete weitergeleitet, sondern in Drittweltländern auf Floh- und anderen Märkten gewinnbringend verkauft werden und damit heimische Textilarbeiter brotlos machen. Andere Altkleider landen in der Dämmstoff industrie und bei Putzlappenherstellern, noch modisch aktuelle, gut erhaltene Kleidung in Secondhand-Läden.



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