weather-image
10°
Marode Quere am Klärwerk wird jetzt saniert / Einsturzgefahr am Bauwerk nahe der Schlingmühle

Gleich zwei Brücken machen Buchholz Sorgen

Buchholz (tw). Der Rat hat der Firma "Hohmeier Anlagenbau" (Stadthagen) bei seiner jüngsten Zusammenkunft den Auftrag erteilt, die Fußgängerbrücke am Klärwerk zu sanieren. Es ist die letzte, oder - je nach Lesart - vorletzte Aue-Quere, welche den Politikern Kopfschmerzen macht. Die Kosten betragen 7600 Euro plus Mehrwertsteuer.

veröffentlicht am 31.05.2007 um 00:00 Uhr

Frank Rinne

Der Reihe nach: Bei ihrem Schnatgang (wir berichteten) hatten die Bürgervertreter festgestellt, dass der an der Grenze zur Gemeinde Auetal gelegenen Brücke der Rost arg zugesetzt hat. Hartmut Krause (WiB), Chef des Ortsparlaments: "Dieser Rost muss zunächst beseitigt werden; danach soll die Brücke neu verzinkt werden. Die Holzbalken werden durch Gitterroste ersetzt." Die Problematik seiähnlich derjenigen, welche die Gemeinde bereits bei der Sanierung der Quere am Grundstück der Familie Hainke (Arensburger Mühle) im August 2006 beschäftigt hatte. Dort hatte Hohmeier gleichfalls den Zuschlag erhalten. Jetzt spreche deren Erfahrung mit der "Hainke"-Quere dafür, die Firma auch am Klärwerk zum Zuge kommen zu lassen. "Das Rechnungsprüfungsamt", so Krause im Rat, "hat gegen die Vergabe des Auftrags an die Firma keine Bedenken; das Angebot ist wirtschaftlich." Dennoch gibt's zwei Wehrmutstropfen: So wird die Sanierung der Brücke 1379 Euro mehr kosten als damals. "Zum einen müssen bei dem Objekt am Klärwerk im Gegensatz zu dem an der Arensburger Mühle auch die Unterträger erneuert werden. Zum anderen ist der Preis für das Verzinken gestiegen; die Mehrkosten betragen einen Euro pro Kilo Eisen", so der Bürgermeister. Da die Brücke 800 Kilo wiegt, kommen allein schon so 800 Euro zusammen. Wehrmutstropfen Nummer zwei: Obwohl die Grenz-Quere auch von Bürgern aus dem Auetal begangen wird, will sich deren Gemeinde an den Kosten nicht beteiligen. Immerhin: "Der Bürgermeister", sagt Krause, "hat zur Wieder-Einweihung einen Kasten Bier versprochen". Ob die Brücke am Klärwerk allerdings die letzte Brücke ist, welche Buchholz sanieren wird, bleibt abzuwarten. Denn Krause liegt eine schriftliche Anfrage der SPD-Fraktion vor. Ihr geht's um eine weitere Aue-Quere, diesmal hinter der Schlingmühle. "Diese Brücke ist öffentlich zugänglich, aber baulich in einem schlechten Zustand", so Vize-Fraktionschef Frank Rinne in einem Schreiben, in welchem er sich um die Pflicht der Gemeinde zur Verkehrssicherung sorgt. Rinne: "Aus Sicht der SPD-Fraktion sollte diese Brücke so hergerichtet werden, dass sie von Fußgängern gefahrlos überquert werden kann." Das Objekt nahe der Schlingmühle ist ein Betonbauwerk, welches nicht mal ein Geländer hat. Schilder kennzeichnen es als einsturzgefährdet, verbieten ein Betreten. Laut Krause kann die Brücke nicht saniert werden. Die SPD müsse sich entscheiden, ob sie einen Abriss und danach einen Neubau wolle. Differenzen zwischen SPD-Fraktion und WiB-Bürgermeister gibt es auch mit Blick auf eine Treckerfurt, die neben der Brücke verläuft. Rinne: "Diese Furt sollte aus Sicht der SPD-Fraktion so hergerichtet werden, dass sie auch von der Feuerwehr für Löscheinsätze problemlos genutzt werden kann." Denn die Papiermühle in der Nachbarschaft könne über ihre eigene Zufahrt mit Löschgerät nicht vollständig erreicht werden. Komme hinzu: Werde die Furt geebnet, könne die Wehr auch den Süden des Buchholzer Waldes im Brandfall leicht erreichen. Krause widerspricht auch hier: "In Eilsen gibt's nicht ein Fahrzeug, was geländegängig ist", so der Bürgermeister, der auch Feuerwehrchef ist. Sei die Wiese an der Furt auch nur geringfügig feucht, komme kein Feuerwehrfahrzeug durch. Das wiederum bestreitet Rinne. Ergebnis: Die SPD-Anfrage zu Brücke und Furt wird auf der Ratssitzung am Dienstag, 19. Juni, neu verhandelt.

Abgängig: Die Auebrücke am Klärwerk. Die Sanierung kostet Buchho
  • Abgängig: Die Auebrücke am Klärwerk. Die Sanierung kostet Buchholz 7600 Euro. Foto: tw


Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt