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Digitalen Meldeempfänger für alle

Glasfabrik hat Werksfeuerwehr aufgerüstet

Obernkirchen (sig). Sich im Produktionsbereich, auf dem Betriebsgelände und bei den

veröffentlicht am 30.03.2007 um 00:00 Uhr

zum Einsatz kommenden Werkstoffen sowie deren Lagerstätten gut auszukennen, ist bei einem Brand oder einem anderen Ernstfall in jedem Unternehmen von unschätzbarem Vorteil. Bei der Glasfabrik Heye hatte man das bereits vor fast 40 Jahren erkannt und deshalb eine Werksfeuerwehr ins Leben gerufen. Welches Gewicht sie heute besitzt, zeigte sich jetzt bei einer Jahresversammlung der Aktiven. Sogar Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote und Stadtbrandmeister Rolf Schaper waren dazu im Werk erschienen, und auch das Dezernat für den Brand- und Katastrophenschutz der Polizeidirektion Göttingen hatte mit Siebelt Ubben einen Experten gesandt. Personaldirektor Matthias Frank vertrat die Werksleitung und Patrick Edel den Marketingbereich. Dazu kamen die beiden Brandschutzbeauftragten Eckhard Koch (Werk Obernkirchen) und Werner Brauer (Werk Germersheim). Geschäftsführer Hans Baum hatte 1968 diese Werksfeuerwehr ins Leben gerufen. Ihm war klar geworden, wie wichtig im Ernstfall das schnelle Eingreifen jener Männer ist, die sich auf dem Betriebsgelände bestens auskennen und in allen Bereichen des Brandschutzes ausgebildet sind. Das gilt auch für den richtigen Umgang mit Gefahrgut. Erster Werkbrandmeister war damals Helmut Rösemeier. Das erste Löschfahrzeug erwarb das Obernkirchener Unternehmen von der Landesfeuerschule in Celle. "Auf unseren Oldie sind wir besonders stolz und nutzen ihn auch noch bei gelegentlichen Einsätzen auf dem Werksgelände", erklärte der heutige Wehrführer Wolfgang Bolte, zurzeit auch noch Ortsbrandmeister derBergstadt. In den 80-er Jahren kam als zweites Fahrzeug ein LF8 der Krankenhäger Wehr dazu. Ende 2004 begann man bei Heye mit der Modernisierung der Werksfeuerwehr. Zu diesem Zweck wurde bei einem Fachgroßhändler ein gebrauchtes Löschfahrzeug erworben und auf die Belange des Werkes umgerüstet. Es verfügt über einen 500 Liter umfassenden Wassertank, ein Stromaggregat, einenÜberdrucklüfter, eine Schiebeleiter und fünf Atemschutzgeräte. Seit Mitte 2005 hat die Werkswehr eine neue Unterkunft an einem zentralen Ort auf dem Betriebsgelände. Dort ist nicht nur ausreichend Platz für die 42 Aktiven, sondern auch für ihre Schutzausrüstung und die Flammschutzkleidung. Inzwischen verfügt die Wehr über digitale Funkmeldeempfänger. Bei Feuer oder Störungen an den Glasschmelzwannen geben zusätzlich Sirenen Alarm. "Wir haben im Vorjahr insgesamt 1394 Dienststunden geleistet", berichtete Wehrführer Wolfgang Bolte bei der Jahreshauptversammlung. Sie teilen sich auf in Ausbildung (800 Stunden), Einsatz (255), Wartung, Pflege und Instandhaltung (185) und Organisation sowie Dienstbesprechungen (154). 2006 gab es drei Kleinbrände, acht Entstehungsbrände und 17 Hilfeleistungen einschließlich Brandschutzwachen. Hilfe leistete die Werkswehr bei einem Unfall mit Natronlauge und bei dem leider tödlich verlaufenden Arbeitsunfall Mitte Dezember.

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