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Förderverein vom Münster St. Bonifatius besteht seit 40 Jahren

Glanzvolle Jubiläumsfeier

Hameln. Bei dem festlichen Empfang aus Anlass der 40-jährigen Gründungsfeier des Fördervereins der Münsterkirche stellten Pastorin Friederike Grote und die Vorsitzende des Vereins, Dr. Marion Müller, die mit Mitteln des Fördervereins ermöglichten Projekte vor: Die Einrichtung eines Jugendraumes in der Kapitelstube, die Erneuerung der Beleuchtungsanlage sowie die Reparatur der Orgel. Jetzt soll die Akustik im Kircheninnern verbessert werden.

veröffentlicht am 18.08.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 12:21 Uhr

Die Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Ute Pfab, dankte dem Vorstand des Vereins der Freunde und Förderer für die gute Zusammenarbeit. Im Gespräch mit der Vorsitzenden Dr. Marion Müller, deren Vertreterin Gisela Koch sowie Dieter Kayser und Dieter Pfusch-Boegeholt vom Vorstand werden mit Ute Pfab und Gerd Schott notwendige Fördervorhaben diskutiert und festgelegt.

„Eigentlich hätte das Hamelner Münster nicht erst vor 40 Jahren, sondern bereits vor 250 Jahren einen Förderkreis benötigt“, führte Gerd Schott, Kirchenvorsteher der Münster-Gemeinde, aus. Denn am 26. Dezember 1760 stürzte der Hauptpastor am Münster, Magister Johann G. D. Herr, vom Kapitelsaal – in dem jetzt der Empfang stattfand – in den darunter gelegenen Raum. Ursache des Unglücks, das der Magister unverletzt überstand, war eine unzureichend gemauerte Decke. Sie hatte dem Gewicht eines dort befindlichen Ofens sowie weiterer daneben sitzender Pastoren nicht standgehalten.

In ihrem Grußwort erinnerte Susanne Lippmann, Oberbürgermeisterin der Stadt Hameln, an die bauliche Situation des Münsters in den 60er Jahren. Berichte in der Dewezet gepaart mit dem Engagement des damaligen Pastors Hans-Dietrich Ventzky, lösten eine Welle der Unterstützung für das als baufällig bezeichnete Kirchengebäude aus. Unter Vorsitz von Rechtsanwalt Dr. Dieter Wedekind wurde damals der „Münster-Bauverein“ gegründet. Durch die Bündelung aller beteiligten Kräfte konnten schnell Bauerhaltungsarbeiten vorgenommen werden. Als „Männer der ersten Stunde“ beschrieben Ventzky und Dr. Wedekind einen der größten Erfolge des damals noch jungen Fördervereins, den Einbau der Marcussen-Orgel vor 30 Jahren.

Beeindruckend und für den Kirchenkreis einzigartig sei die Größe dieses Bauwerkes, meinte die stellvertretende Superintendentin Annette Lehmann in ihrem Grußwort des Kirchenkreises. Auf kunsthistorische Glanzpunkte wie den „Stifterstein des Münsters“ verwies Dr. Thorsten Albrecht, Kunstreferent der Landeskirche Hannovers. Der Historiker beschrieb die Rolle des nahezu 1200-jährigen Münsters für die Entwicklung der Stadt Hameln. Das Referat von Dr. Albrecht wird künftig als Kopie im Münster erhältlich sein. Vor mehr als 100 Gästen beschloss Dr. Marion Müller mit einem Gebet den formellen Teil der Jubiläumsfeier. Langanhaltenden Applaus für die musikalische Begleitung erhielten Maria Potaschnikova, Orgel und Cembalo, sowie Irmgard Langhorst, Sopranflöte und Leiterin des Blockflöten-Consort mit Birgitta Diettrich, Ursula Herschel, Dorothea Hubrig, Thomas Klein, Jörg Moser, Dr. Christina Reichwald und Heidi Schwinge.



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