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Die Folgen wären bei Unfällen auf der A 2 unübersehbar / Deutliche Worte vor dem Feuerschutzausschuss

"Giga-Liner" auf Fernstraßen machen Wischnat Sorgen

Eilsen (sig). "Die A2 ist nach derÖffnung der Grenze zu einer Hauptschlagader des Verkehrs zwischen Ost und West geworden, was zu einer deutlichen Zunahme an schweren Unfällen und mehr Einsätzen unserer Wehren geführt hat." Mit diesem Hinweis hat Samtgemeinde-Bürgermeister Heinz Wischnat bei seinem letzten Auftritt vor den Mitgliedern des zuständigen Fachausschusses des Landkreises noch einmal die erhöhte Gefahrenlage und die zusätzliche Beanspruchung der Wehren längs der Autobahn deutlich gemacht.

veröffentlicht am 24.10.2006 um 00:00 Uhr

Dass es im Bereich zwischen der Landesgrenze, Luhden und Bad Eilsen eine längere Gefällstrecke gibt, führt vor allem bei den kaum abreißenden Lkw-Schlangen, die nachts in beide Richtungen rollen, schnell zu zuweilen folgenschweren Auffahrunfällen. "Bitte vergessen Sie auch nicht, dass es an der Autobahn keine Hydranten und keine Wasserleitung gibt", erklärte Wischnat. Damit wollte er auf die Notwendigkeit hinweisen, ausreichend einsetzbare Tanklöschfahrzeuge zur Verfügung zu haben. Wenig Verständnis zeigte der Samtgemeinde-Bürgermeister für die Absicht des Bundes, sich aus der vorderen Front des Brandschutzes zurückzuziehen. Wer Gefahrenquellen schaffe, der müsse auch für Sicherheit sorgen, lautete seine Forderung. Er hob damit auf die Pläne ab, künftig so genannte Giga-Liner auf den Fernstraßen zuzulassen. Wenn sie in Unfälle verwickelt werden, dürften die Folgen unübersehbar sein. "Die verantwortlichen Politiker sollten nicht vergessen, dass wir mit unseren Feuerwehren einst angetreten sind, um den Brandschutz und die Brandbekämpfung sicherzustellen, und da ging es nicht um die Aufgaben, die wir heute im Straßenverkehr vornehmlich übernehmen müssen", erinnerte Wischnat. Die Samtgemeinde habe ihre Verantwortung bei den Feuerwehren und im Rettungsdienst immer sehr ernst genommen und für einen intakten Fahrzeugpark sowie eine gute Ausstattung und Ausbildung gesorgt, fügte der scheidende Bürgermeister hinzu. Dazu gehörten die neuen digitalen Funkmeldegeräte. Man habe inzwischen auch die ursprünglich zum Zivilschutz gehörenden Sirenen übernommen und werde sie wie allen anderen auf die digitale Alarmierung umstellen.

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