weather-image
21°
Toxic Dolls vom Erfolgüberrascht: Erste Fan-Clubs / Jetzt kommt das Album

"Gift-Püppchen" aus Silixen stürmen mit "Leck mich" die Internet-Charts

Silixen (who). Es gibt Geschichten, die nur das Leben schreiben kann. Für Alina Hesse, Nina Hillwig und Silvana Militsch aus Silixen könnte solch eine Story gerade angefangen haben. Die ersten Kapitel sind jedenfalls geschrieben - und alles deutet auf eine Erfolgsgeschichte im Musikgeschäft hin.

veröffentlicht am 24.08.2006 um 00:00 Uhr

Die drei Freundinnen gehen noch zur Schule und haben eine Vorliebe für Musik. Statt nur anderen Bands zuzuhören, machen sie aber auch ihre eigenen Lieder. Dabei ist jetzt die erste eigene Produktion heraus gekommen. "Toxic Dolls" heißt die Maxi-CD und trägt damit den Namen der Trio-Formation. Anfang 2007 soll ein vollständiges Album folgen. Ninas Vater Manuel Hillwig ist selber Sänger und hat zusammen mit seiner Gruppe "Flutwelle" seit Jahren vor allem in Süddeutschland treue Fans. Er hat jetzt seine eigene Tochter (12) und ihre gleichaltrigen Freundinnen als Talente entdeckt. Die Mädchen hätten vor gut einem halben Jahr über Playback-Aufnahmen von Flutwelle eigene Texte gesungen. "Und das hat sich so gut angehört, dass wir spaßeshalber mal einen Song produziert haben." Am Talent der Mädchen zweifelt auch Regina Hillwig nicht. "Die haben immer schon zusammen irgendwelche Musikstücke rumgedudelt..." Im Handumdrehen stand der Titel "Leck mich" im Internet und hat eine rasante Nachfrage ausgelöst. "So groß, dass wir schnellstens eine Maxi-CD gemacht haben, noch bevor Anfang des nächsten Jahres das Album erscheinen soll", erklärt Manuel Hillwig weiter. "Rosenkrieger" und "Leck mich" heißen die beiden ersten Titel der Toxic Dolls. Dass die "Giftpüppchen" zu Hause ganz normale Mädchen sind, zeigen die drei beim Gespräch mit unserer Zeitung. Sie sitzen brav auf dem Sofa im Hillwigschen Wohnzimmer und lassen vorerst noch die Eltern reden. Andererseits wissen sie schon genau, dass man im Musikgeschäft ein bisschen flippig sein darf. Deshalb gelingen die Posen fürs Foto auf Anhieb. Offenbar haben sie weiter dazugelernt seit dem ersten Foto-Shooting für die eigene Internetseite und das CD-Cover. Über 3000 Zugriffe auf www.toxicdolls.de hat es schon in den ersten drei Monaten gegeben und rund 300 Einträge ins Gästebuch. "Und seit das Jugend-Musikmagazin Popcorn am 9. August über die drei berichtet hat, brennt hier wirklich die Luft", sagt Manuel Hillwig mit väterlichem Stolz. Inzwischen hätten sich schon mehrere Fan-Clubs gegründet und laufend kämen Anfragen nach Auftritten. Die enthusiastischen Reaktionen der Musikpresse und der Internet-Fangemeinde haben offenbar alleüberrascht. Die Eltern der drei Senkrechtstarterinnen unterstützten die künstlerischen Ambitionen ihrer Mädchen wo es nur gehe, erklären Alexander Militsch und Manuel Hillwig. Das Projekt "Toxic Dolls" solle aber auf jeden Fall zunächst Hobby bleiben. "Die Schule geht natürlich vor, deshalb haben wir erst mal auf die Bremse getreten" - und auch das gemeinsame Üben sei vorerst auf einen Termin pro Woche beschränkt. Mittlerweile wollen die Fans die "Toxic Dolls" auch live hören. "Deshalb gibt's im November ein großes Ding mit ihnen im Kükenbrucher Vereinshaus, und da dürfen dann die 200 härtesten Fans schon mal dabei sein."

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare