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SPD will mit Taufe verdienten Ex-Bürgermeister ehren / 31 Jahre währendes Engagement zum Wohle der Gemeinde

Gibt's in Kürze einen Helmut-Ostfeld-Platz in Buchholz?

Buchholz (tw). Der SPD Ortsverein Buchholz hat in seiner jüngsten Vorstandsitzung auf Initiative von Frank Rinne und Robert Martin einstimmig beschlossen, die SPD-Ratsfraktion damit zu beauftragen, einen Antrag zu stellen, der die mehr als drei Jahrzehnte währende Arbeit des am 26. Oktober 1995 verstorbenen Bürgermeisters Helmut Ostfeld würdigen soll.

veröffentlicht am 18.09.2007 um 00:00 Uhr

Frank Rinne

Rinne: "Der SPD geht es um die Ehrung eines Buchholzer Bürgers, der in vorbildlicher Weise Werbung für den heute leider rückläufigen Trend zum Ehrenamt machte. Die Fraktion wird den Antrag stellen, dass der Gemeinderat Buchholz beschließen möge, dem Platz hinter dem Schützenhaus mit Festplatz, Boulebahn, Spiel- und Ballspielplatz den Namen ,Helmut-Ostfeld-Platz' zu geben." SPD-Ehrenratsherr und Vorstandsmitglied Wilhelm Simon sowie Ratsherr Ulrich Völkel gaben in der Sitzung von Ortsverein und Fraktion einen Abriss über Ostfelds ehrenamtliche Arbeit. Helmut Ostfeld wurde nach vierjähriger Tätigkeit als jüngstes Mitglied im Rat der Gemeinde Buchholz am 23. Oktober 1964 in das Amt des Bürgermeisters gewählt, das er bis zu seinem Tode über 30 Jahre erfolgreich ausübte. Ostfeld richtete das Gemeindebüro zunächst im eigenen Haus ein, dort tagte auch der Gemeinderat, bevor er am 22. August 1970 in ein Gemeindebüro einziehen konnte. Von Anfang an habe Ostfeld schwierige Aufgaben zu lösen gehabt. So machte er sich in den 1960er Jahren für eine neue Kanalisation in Buchholz stark. 1968 befasste sich der Gemeinderat unter der Leitung von Ostfeld mit der Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses. Zwei Jahre später kaufte die Gemeinde das Gebäude, in dem sich bis heute Gemeinschaftsraum, Gemeindebüros, Kegelbahn, sowie Gewerbe- und Wohnräume befinden. Ostfeld war nicht nur in Buchholz kommunalpolitisch tätig, sondern auch als Eilser Vize-Bürgermeister und über Jahre als Mitglied im Samtgemeindeausschuss. Der Politiker sei maßgeblich daran beteiligt gewesen, dass die Probleme, die mit dem Bau des Schützenhauses verbunden waren, aus dem Weg geräumt wurden. Im Rahmen eines Erbpacht-Vertrages stellte die Gemeinde die Fläche zur Verfügung. Den Rückschlag, dass dieses Areal im Landschaftsschutzgebiet lag, habe Ostfeld mit Verstand gemeistert und erreicht, dass der Umweltausschuss des Kreises nach einer Objektbesichtigung dem Projekt zustimmte. Rinne: "Bis heute findet im Schützenhaus und auf dem Platz und den Anlagen hinter dem Schützenhaus das hauptsächliche Vereinsleben statt." Ostfelds Kompetenz und Akzeptanz in Buchholz sei dadurch deutlich geworden, dass er bei Kommunalwahlen immer wieder Mehrheiten erzielte. "In vielen Veranstaltungen, auchüber die Gemeinde hinaus, wurde Ostfeld, der dienstälteste Bürgermeister der Samtgemeinde, immer wieder als Vorbild herausgestellt", betont Rinne. In seine Amtszeit gehört auch der Ausbau der Ortsdurchfahrt für Geh- und Radwege. Ostfeld wurde am 23. Juli 1984 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, was sein Engagement für die Kommune dokumentiert.

Robert Martin
  • Robert Martin


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