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Thema beschäftigt heute den Fachausschuss / Zwei neue Broschüren vorgestellt

Gibt's in Bückeburg schon bald eine "Muckermann"-Passage?

Bückeburg (gp). "Spätestens beim Lesen dieser Broschüren müsste eigentlich jedem Bückeburger klar werden, wie stolz die Stadt auf die beiden Männer sein kann", meinte Johannes Kersting, Pfarrgemeinderatsvorsitzender der katholischen Marien-Gemeinde, bei der Vorstellung von zwei neuen Info-Heften. Darin sind - inkompakter Form - Leben und Werk der Brüder Hermann und Friedrich Muckermann dargestellt.

veröffentlicht am 23.04.2007 um 00:00 Uhr

Die Schriften sind gegen eine geringe Schutzgebühr (jeweils drei Euro) im Pfarrbüro der Gemeinde am Oberwallweg 2 erhältlich (Öffnungszeiten Montag bis Freitag, ausgenommen Donnerstag, von 9 bis 12 und am Dienstag zusätzlich von 18 bis 19 Uhr). Vor Herausgabe der Hefte hatte die Gemeinde bereits mehrere Gedenkveranstaltungen, Lesungen und Erinnerungsgottesdienste zu Ehren der zwei in Bückeburg aufgewachsenen Persönlichkeiten durchgeführt. Nicht nur in den Reihen der heimischen Katholikenschar ist manüberzeugt, dass sich der Respekt gegenüber den beiden herausragenden Söhnen der Stadt nicht nur in Sonntagsreden und Gedenkensritualen erschöpfen sollten. Kersting hat deshalb bereits vor geraumer Zeit angeregt, eine Straße nach den beiden Männern (um) zu benennen. Der Name Muckermann auf einemöffentlichen Hinweisschild werde - auch im Hinblick auf die reichlich vertretenen fürstlichen und militärischen Würdenträger - nicht zuletzt dem geistigen Profil der Stadt zugute kommen. In Frankfurt am Main hat man das längst erkannt. Dort gibt es bereits eine "Muckermannstraße". Bürgermeister Reiner Brombach steht dem Vorschlag nach eigenem Bekunden "grundsätzlich positiv" gegenüber, spricht sich jedoch für eine "passende und angemessene" Lösung in einem geeigneten Neubaugebiet aus. Das Thema sei bereits vom Verwaltungsausschuss im Zusammenhang mit der Ausschilderung des Falkingsviertels erörtert worden. Das Gremium habe sich dann jedoch für die Verwendung von Flurnamen in diesem Teil der Stadt entschieden. Mittlerweile haben Kersting und seine Freunde ihren Vorschlag erneuert und die Ausweisung des bisher namenlosen Durchgangs entlang der Sparkassen-Geschäftsstelle zwischen Langer Straße und Dr.-Witte-Platz als "Muckermann-Passage" ins Gespräch gebracht. Neben der zentralen Lage gebe es einen direkten örtlichen Bezug. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt das Stammhaus der Muckermann-Familie (Nr. 79, heute Foto-Klimmer). Mit dem neuerlichen Vorstoß wird sich bereits am heutigen Montag, 23. April, der Verwaltungsausschuss (VA) befassen.



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