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Imke Herrmann-Edling zur Rektorin der Grundschule befördert

"Gewinnlos für unsere Schule"

Sachsenhagen (kcg). Nach genau 111 Tagen im Amt der kommissarischen Schulleiterin ist Imke Herrman-Edling offiziell zur Rektorin der Gerda-Philippsohn-Schule in Sachsenhagen befördert worden.

veröffentlicht am 22.11.2008 um 00:00 Uhr

"Mut wie eine Rose, die auch bei Frost aufblüht", wünscht der Sc

"Sie müssen den Blick aus Lehrersicht aufgeben und die Brille der Führungsperson aufsetzen", sagte Regierungsschuldirektor Jürgen Landfester, als er die Pädagogin zur Rektorin ernannte. So erfahre eine Lehrerin mit der Übernahme der Schulleitung einen Berufswechsel und müsse Verantwortung in Bereichen übernehmen, die mit dem eigentlich Lehrberuf nichts zu tun hätten. Dennoch seien ihre Aufgaben nicht nur administrativer Art. Vor allem das Herausarbeiten eines Leitbildes gehöre zu den Hauptaufgaben der Schulleitung. Durch die Namensgebung als Gerda-Philippsohn-Schule - Philipp sohn war eine in Sachsenhagen geborene Jüdin, die zur Zeit des Nationalsozialismus deportiert wurde - verpflichte sich die Schule, die Erziehung der Schüler zu Selbstständigkeit und Toleranz in den Mittelpunkt zu stellen. "Das friedliche und fröhliche gemeinsame Lernen ist das Ziel, das hier erreicht werden sollte", so Landfester. Als "Gewinnlos für unsere Schule", begrüßte Kristina Macion, Schulpersonalrätin und Lehrerin in Sachsenhagen, ihre Kollegin. So habe sich seit Herrmann-Edlings Amtseintritt nach den Sommerferien vieles "innerlich und äußerlich" in der Schule verändert. Macion betonte, dass die Rektorin demokratische Entscheidungen im Kollegium einer starren Hierarchie vorziehe und für eine entspannte, herzliche und menschliche Atmosphäre sorge, in der es möglich sei, gleichberechtigt zu arbeiten. Stellvertretend für das Kollegium und die Schülerschaft überraschte der Schulchor die neue Rektorin mit einem Lied, in dem die jungen Sänger der Lehrerin unter anderem Geduld, Stolz, Stehvermögen, Frechheit und Mut für ihre Arbeit wünschten. Herrmann-Edling bedankte sich sichtlich gerührt für die zahlreichen Glückwünsche. Die gebürtige Rintelnerin betonte, dass sie jedes Kind in seiner Individualität wahrnehmen und nach seinen Talenten fördern und forden wolle. Vertrauen, Zuneigung und Wertschätzung in der Schüler-Lehrer-Beziehung sehe sie als wichtige Fundamente, damit die Jungen und Mädchen zu eigenständigen und zufriedenen Personen heranwachsen können.



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