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Siebelt Meier bietet abwechslungsreiches Einkehr-Konzert in der Stadtkirche

Gewandtes und flüssiges Orgelspiel

Bückeburg. Für die gut besuchte Orgelmusik zur Einkehr in der Stadtkirche hatte Siebelt Meier ein solch ansprechendes Programm zusammengestellt, dass jeder Gefallen daran finden musste.

veröffentlicht am 08.05.2008 um 00:00 Uhr

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Durch abwechslungsreiche Registerwahl verlieh der Solist den technischen Feinheiten von Tommaso Albinonis (1671-1750) lieblichen Trumpet Tune sowie dem sanglichen Adagio und dem munteren Trumpet Finale zusätzlich Farbe. In Johann Sebastian Bachs (1685-1750) lichtem, einschmeichelnden "Largo" gab sich Meier überdies als feinsinniger Analytiker zu erkennen und ließ den Aufbau dieser Komposition bildhaft gewahr werden. Klare, akkurate Artikulation machten anschließend drei Themen von Johann Nicolaus Hannf (1665-1712) transparent und dadurch nachvollziehbar. Die Interpretation wirkte rund und flüssig, besaß aber zugleich die nötige Prise Temperament, die bei den nachfolgenden Stücken ebenfalls nicht fehlte. Besonders interessant mutete des Kantors positive Einstellung zu neuen Werken an. Sein Plädoyer für die Moderne verdeutlichte er mit Matthias Nagels (1958) bewegungsreichem "Theme in EFA" und dessen schillernder "Meditation". Der Künstler wusste das Figurengeranke plastisch gegeneinander auszuspielen und damit in ein helles Licht zu rücken. Den krönenden Abschluss bildete die zügig und ausdrucksstark verabreichte "Toccata" des 1934 geborenen Herbert Chappell, die sich dank des eindringlichen Vortrags schwerelos entfalten konnte. Kein Wunder, dass die lebendigen und gewandten Darbietungen auf Zustimmung gestoßen sind.



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