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38-Jähriger vorläufig festgenommen

Gewalttat in Hameln: Toter lag hinter Kneipentresen

HAMELN. In einer Hamelner Gaststätte ist am Sonntag die Leiche eines bislang noch nicht identifizieren Mannes gefunden worden.

veröffentlicht am 06.08.2017 um 15:49 Uhr
aktualisiert am 06.08.2017 um 19:22 Uhr

Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Ein Zeuge habe die Kneipe „Zur Motte“ an der Gertrudenstraße gegen 10.30 Uhr betreten und kurz darauf hinter dem Tresen eine leblose Person entdeckt, sagte der Leiter des für Mord und Totschlag zuständigen 1. Fachkommissariats, Axel Brünger, im Gespräch mit der Dewezet. Der 24 Jahr alte Hamelner setzte sofort einen Notruf ab. Wenig später trafen Polizei und Rettungsdienst ein. Der Notarzt untersuchte das blutüberströmte Opfer - der Mediziner ging sofort davon aus, dass der Mann umgebracht worden war. Todesursache dürfte massive Gewalteinwirkung gegen den Kopf gewesen sein. Ermittler der Tatort-Gruppe sicherten erste Spuren und befragten Anwohner. Offenbar erhielten die Beamten dabei Hinweise auf einen Mann, der sich häufig in der Hamelner Südstadt aufhält. Der 38-Jährige geriet schließlich ins Visier der Mordermittler. „Wir haben ihn vorläufig festgenommen“, sagte der Erste Kriminalhauptkommissar. Der Tatverdächtige macht von seinem Recht Gebrauch, zu schweigen. Was sich genau in dem erst vor Kurzem eröffneten Lokal ereignet hat, wissen die Ermittler noch nicht. Eine Frau hat berichtet, die Kneipe sei noch gegen 6 Uhr geöffnet gewesen. Irgendwann zwischen 6 Uhr und 10 Uhr muss die Tat verübt worden sein. Die Mordermittler bitten um Hinweise, die zur Aufklärung des Kapitalverbrechens führen können (Telefon: 05151/933222).

Spezialisten der Kriminaltechnik suchten stundenlang intensiv nach Spuren. Die Beamten trugen weiße Overalls mit Kapuzen und Handschuhe. Die Männer machten zahlreiche Fotos und Videoaufnahmen. Auch Hightech kam zum Einsatz. Mit einer 60000 Euro teuren „Sphäronkamera“ wurden am Nachmittag Digitalbilder in einem 360-Grad-Winkel gemacht. Mit dieser Technik können Tatorte auf einem Computer-Bildschirm virtuell begehbar gemacht werden.

Polizisten des Einsatz- und Streifendienstes sperrten den Tatort ab. Ermittler des 1. Fachkommissariats befragten Zeugen. „Wir hoffen, schnell Licht in das Dunkel bringen zu können“, sagte Oberkommissar Jens Petersen am Tatort.

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