weather-image
Schulleiter: Schulpatenschaft zwischen Schülern, Eltern, Lehrern und Polizei hat sich hier bewährt

Gewalttat geplant? Schüler im Landeskrankenhaus

Rinteln (ur). Besorgte Anrufer in der Redaktion: Angeblich sollen in der Hauptschule Pläne eines Schülers der oberen Klassen aufgeflogen sein, dort ein "Massaker" anzurichten.

veröffentlicht am 26.06.2007 um 00:00 Uhr

Der Fall sei inzwischen Ermittlungsgegenstand bei Polizei und Staatsanwaltschaft und es habe bereits einen internen Elternabend zur Informationüber die Hintergründe gegeben. Ein möglicher Fall Emsdetten in Rinteln? Zumindest für die akute Situation kann wohl Entwarnung gegeben werden, wie von Schulleiter Heinz Pettenpaul zu erfahren ist: "In der Tat wurden wir und die Polizei von einer Mitschülerin und einem Mitschüler darüber informiert, dass sich ein Jugendlicher von unserer Schule mit solchen Gedanken beschäftigt hat." Da von diesem Schüler der zehnten Klasse bereits Ende des vergangenen Jahres Selbstmordabsichten bekannt geworden seien, habe man sich umgehend mit den Eltern in Verbindung gesetzt: "Nachdem wir am 13. Juni von der Situation erfahren haben, wurde der Jugendliche nach Rücksprache mit den Eltern schon um 21 Uhr zurstationären ärztlichen Behandlung im Landeskrankenhaus aufgenommen." Rintelns Polizeichef Gerhard Bogorinsky sieht in der raschen und koordinierten Reaktion von Elternhaus und Schule am Ostertor einen positiven Beleg für die gute Zusammenarbeit zwischen Polizei und Schule durch die Schulpatenschaften. Mit Rücksicht auf die schutzwürdigen Persönlichkeitsrechte des offensichtlich kranken Jugendlichen lehnt es Bogorinsky entschieden ab, sich zum derzeitigen Zeitpunkt an Spekulationen über mögliche Hintergründe zu beteiligen: "Der Jugendliche ist uns bereits durch andere Vorfälle bekannt, aber im Moment lässt sich von unserer Seite nur sagen, dass er sicher untergebracht ist und kein akuter Grund zur Besorgnis besteht." Hinweise auf Waffen oder gar auf eine schriftliche Absichtserklärung hätten sich im Verlauf der bisherigen Ermittlungen nicht ergeben - allerdings habe man die bisherigen Erkenntnisse an die Staatsanwaltschaft weitergegeben. Pettenpaul und das Lehrerkollegium informierten zwischenzeitlich auch die Eltern und Mitschüler über den Sachverhalt und die Krankenhauseinweisung: "Bereits vor Wochen war dieser Jugendliche aus der zehnten Klasse Thema von pädagogischen Überlegungen, als es um die Entscheidung ging, ob er an einer bevorstehenden Klassenfahrt teilnehmen könne. Wir haben uns dann dafür ausgesprochen, und es hat dabei auch keine besonderen Vorkommnisse mit ihm gegeben." Positiv sei immerhin, dass die Schüler mit ihren Vermutungen nicht hinter dem Berg gehalten, sondern sich vertrauensvoll an Schule und Polizei gewandt hätten.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt