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Mordkommission ermittelt mit Hochdruck / Identität des Opfers noch ungeklärt

Gewaltsamer Tod im Kurpark: Warum musste Opfer sterben?

Bad Eilsen. Im Kurpark ist in den gestrigen Morgenstunden ein Mann tot aufgefunden worden – dem Vernehmen nach von einem Kurgast. Die Polizei wurde gegen 6 Uhr alarmiert. „Wir gehen von einem Gewaltverbrechen aus“, sagt Polizeihauptkommissar Axel Bergmann, bei der Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg für Pressearbeit zuständig.

veröffentlicht am 01.10.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 04.10.2011 um 17:35 Uhr

Die Kriminaltechniker (r.) haben ihre Arbeit getan. Beschäftigte eines Bückeburger Bestattungsinstituts tragen den Leichnam fort

Autor:

Thomas Wünsche

Prompt schießen im Badeort Spekulationen zur Identität des Toten ins Kraut. So will ein anderer Kurgast von einer Mitarbeiterin des Rehazentrums erfahren haben, dass sie am Morgen einen Mann mit einer Art Stock in den Park hat laufen sehen. Zeitweilig wollen Bürger sogar von zwei oder drei Toten wissen. Fakt ist indes: Die ermittelnden Beamten haben einen einzigen Leichnam gefunden – und die Identität dieses Toten war bei Redaktionsschluss noch ungeklärt.

Eine Mordkommission unter Führung von Gerhard Böttcher, sonst Leiter des Kriminalermittlungsdienstes in Bad Nenndorf, hat die Arbeit aufgenommen; ein halbes Dutzend Kriminaltechniker respektive Rechtsmediziner in weißen Overalls sichern gestern bis 13.30 Uhr Spuren im Bereich des Fundorts. Um den Leichnam vor den Blicken Neugieriger abzuschirmen, werden zwei Parkbänke davorgestellt und mit großen Laken abgehängt. Im Zuge der weiteren Beweissicherung werden die Gartenanlagen zwischen der Tuffsteinquelle, dem Georg-Wilhelm-Haus und der Bahnhofstraße von Beamten des Polizeikommissariats Bückeburg großflächig mit Trassierband abgesperrt; sie versuchen zudem, im Nahbereich Hinweise und Zeugen zu finden.

Der Fundort der Leiche befindet sich einen Steinwurf von dem an der Bahnhofstraße gelegenen Eingang der Gartenanlagen entfernt; konkret liegt er auf oder an dem geschotterten Rundweg neben einer Parkbank. Dort halten sich nach Beobachtungen Einheimischer des Öfteren Menschen auf, die in größeren Mengen Alkohol konsumieren.

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Kurz nach 13.30 Uhr transportiert der silberfarbene Mercedes eines Bückeburger Bestattungsinstituts den Leichnam ab. Angaben zur Person des Opfers macht die Polizei nicht. Die Staatsanwaltschaft in Gestalt des Leitenden Oberstaatsanwalts Martin Appelbaum hat den Fall an sich gezogen. Zunächst wird erwogen, noch gegen 17 Uhr eine gemeinsame Presserklärung abzugeben; das unterbleibt aus ermittlungstaktischen Gründen jedoch. Wie die Redaktion aus Polizeikreisen in Erfahrung gebracht hat, wird intern mit einer schnellen Aufklärung des Tötungsdelikts gerechnet.

Neben der Presse ist ein Kamerateam des Fernsehnachrichtendienstes Nonstop News vor Ort; der Dienst verkauft seine Bilder an die regionalen TV-Anstalten, wo der „Mord in Bad Eilsen“ dann in den gestrigen Abendstunden über die Sender gehen sollte.

Hinter der verhüllten Parkbank sichern Kriminaltechniker Spuren.

Fotos: tw



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