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SPD-Forderungen an Gleichstellungsbeauftragte / Selbsthilfegruppe erst in den Anfängen

Gewalt, Belästigungen, Kinder und Familie

Obernkirchen (sig). Sehr weitreichende Forderungen hat Kirsten Battaglia (SPD) im Fachausschuss an Vera Kuhlmann gerichtet: Sie erwartet von der Obernkirchener Gleichstellungsbeauftragten zusätzliche Initiativen.

veröffentlicht am 25.05.2007 um 00:00 Uhr

Vera Kuhlmann

An die Spitze stellt Battaglia die Forderung, dass unter anderem solche Themen verstärkt behandelt werden sollten wie Gewalt in Beziehungen, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, fehlende Beschäftigungsmöglichkeiten, eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Kinderbetreuung, besondere Unterstützung für Alleinerziehende, das Recht auf Teilzeit, die Vermittlung von Beratungsstellen und vieles andere mehr. Kirstin Battaglia regte an, Frauentreffen anzubieten, bei denen wichtige Gesundheitsfragen behandelt werden. Krebserkrankungen gehörten dazu und Osteoporose, auch das Thema der Patientenverfügung. Sie unterstützt die Forderung nach der Bildung einer Selbsthilfegruppe, nach Zusammenarbeit mit Institutionen, mit Schulen und Kindergärten sowie mit anderen Gruppen. Außerdem hat sie den Einsatz für die Belange von Migrantinnen und für eine intensivere Kulturarbeit ins Gespräch gebracht und erwartet, dass die Gleichstellungsbeauftragte eine Ansprechpartnerin für das "Soziale Bündnis für die Familie" wird. Vera Kuhlmann informierte in ihrem Jahresbericht den zuständigen Fachausschuss des Rates darüber, dass sich ihre Aktivitäten mehr außerhalb der Montag-Sprechzeit (8.30 bis 90.30 Uhr) im Rathaus abspielen. So habe sich zum Beispiel bei den monatlichen Frauenfrühstücken eine feste Gruppe von bis zu 15 Frauen gebildet. Hilfeleistungen im Umgang mit den Behörden und die Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen würden bei ihrer Arbeit immer wieder eine wichtige Rolle spielen. Die Selbsthilfegruppe befindet sich noch im Anfangsstadium. Da gibt es noch einiges zu tun. Auch Personen aus labilen Familienverhältnissen sollten hier eine Chance erhalten, über ihre Probleme zu sprechen. Vera Kuhlmann wies auf das neue Angebot eines Selbstverteidigungskursus für Kinder und Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr hin. Fazit: Das Feld, auf dem in der Bergstadt einiges für die Besserstellung der Frauen in der Familie, aber auch als Alleinerziehende getan werden kann, ist noch groß. Dafür reichen aber die Schultern einer Gleichstellungsbeauftragten - und sei sie noch so engagiert - bei weitem nicht aus. Da bleibt nur die Hoffnung, dass sich weitere Frauen finden, die nicht nur gute Ideen einbringen, sondern auch für deren Umsetzung sorgen.

Kirsten Battaglia
  • Kirsten Battaglia


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