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Kreisabfallwirtschaft Hameln-Pyrmont weist „gewollten“ Verlust aus

Gesunkene Müllmengen und Investitionen führen zu Defizit

Hameln-Pyrmont (HW). Leicht gesunken ist das Abfallpotenzial im Landkreis Hameln-Pyrmont. Insgesamt 106 244 Tonnen Müll sind 2008 entsorgt – ein Minus von knapp fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Der Anteil der verwertbaren Abfälle betrug 60 970 Tonnen“, erläuterte Sabine Thimm, Leiterin der Kreisabfallwirtschaft, vor den Mitgliedern des Werksausschusses Hameln-Pyrmont. Mit 29 499 Tonen sei die Hausmüllmenge gegenüber dem Vorjahr nach wie vor identisch geblieben.

veröffentlicht am 07.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

O. Deppmeyer

Hameln-Pyrmont (HW). Leicht gesunken ist das Abfallpotenzial im Landkreis Hameln-Pyrmont. Insgesamt 106 244 Tonnen Müll sind 2008 entsorgt – ein Minus von knapp fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Der Anteil der verwertbaren Abfälle betrug 60 970 Tonnen“, erläuterte Sabine Thimm, Leiterin der Kreisabfallwirtschaft, vor den Mitgliedern des Werksausschusses Hameln-Pyrmont. Mit 29 499 Tonen sei die Hausmüllmenge gegenüber dem Vorjahr nach wie vor identisch geblieben. Leichte Rückgänge habe es beim Sperrmüll, der Kleinmengenanlieferung bei der Müllverbrennungsanlage, den Gewerbeabfällen und beim Grünschnitt gegeben. Den Jahresverlust bezifferte Sabine Thimm mit knapp 600 000 Euro, die jedoch über die zweckgebundene Rücklage gedeckt seien.

„Ein gewollter Verlust, um die Ausgleichsrücklage weiter abzuschmelzen und insgesamt ein befriedigendes Ergebnis“, betonte Ausschussvorsitzender Otto Deppmeyer (CDU) und erinnerte daran, dass es bereits zum 1. Januar 2007 eine Gebührensenkung gegeben habe. Gründe für das Defizit seien hohe Investitionen in den Fuhrpark der Kreisabfallwirtschaft, in Müllcontainer und Photovoltaikanlagen im Entsorgungspark gewesen. Auch die im vergangenen Jahr gesunkenen Preise für Altpapier haben die Kreisabfallwirtschaft belastet, wie Thimm betonte. Und auch in diesem Jahr gebe es kaum Aussicht auf Änderung. „Sie sind auf niedrigem Niveau stabil“, beantwortete die Betriebsleiterin eine entsprechende Frage von Helmut Schmiedekind (Grüne). Besser sähe es bei der Schrottverwertung aus. „Da haben wir feste Verträge, die Preise sind nicht marktorientiert“, berichtete Thimm.

Die von der Kreisabfallwirtschaft breit angelegte Image-Kampagne zur Förderung der Biotonne habe bislang zu knapp 550 neuen Nutzern geführt, wie Ulrich Kaufmann zu berichten wusste. Der stellvertretende Leiter der Kreisabfallwirtschaft erklärte aber auch, dass noch immer viele Haushalte auf die Grüne Tonne verzichteten und selbst kleinste Mengen Rasenschnitt lieber über die Kompostplätze entsorgten.

Dieser Müllberg kam in Rischenau zusammen.


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