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Ungewöhnliches Projekt der Theodor-Heuss-Realschule begeisterte Schüler, Lehrer und Eltern / Ein großes Schulfest zum Abschluss

Gesundheitsförderung und Umweltbildung auf dem Lehrplan

Hameln. Kurz vor den Herbstferien wurde an der Theodor-Heuss-Realschule nicht nach Stundenplan gearbeitet. Alle Schülerinnen und Schüler arbeiteten in klassen- und jahrgangsübergreifenden Gruppen zusammen mit ihren jeweiligen Lehrerinnen und Lehrern vier Tage lang an Themen zur Umweltbildung und Gesundheitsförderung. Der letzte Tag des beschriebenen Zeitraums war für ein Schulfest reserviert.

veröffentlicht am 27.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 08:21 Uhr

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Körperliche Fitness war Thema von mehreren Projektgruppen. Die Räumlichkeiten und Geräte von Family Fitness und Sportbox standen als außerschulischer Lernort zur Verfügung. Die eigenen Erfahrungen beim Erstellen eines Fitnessplans mit den anschließenden Übungen zum Training von Ausdauer, Kraft oder Koordination wurden von den einzelnen Gruppen dargestellt und mit praktischen Übungen deutlich gemacht. Mitglieder einer anderen Gruppe waren beim Schulfest in der Lage, die Besucher bei verschiedenen Fitnessübungen anzuleiten. Dabei kamen selbst gefertigte Fitnessgeräte zum Einsatz. Koordination ist auch beim Rudern gefragt. Der Ruderverein „Weser“ von 1885 ermöglicht es den Schülern, Naturerfahrungen von der Wasserseite aus zu machen. Auch durch Tanzen kann Fitness erreicht werden. Die Vorführungen des Eurovision Flashmobdance boten den Beweis. „Mit Hund fit und gesund“ wurde in einer Show eindrucksvoll demonstriert.

Gesunde Ernährung war das Oberthema für Gruppen, die sich mit der Produktion von gesunden Brotaufstrichen und Salaten beschäftigten. Die Verwertung diverser Früchte des Gartens ergab bei einer Gruppe neun verschiedene Marmeladen, acht Liter Apfelsaft, Apfelmus, Kürbissuppe und diverse Salate. Die jeweiligen Rezepte wurden beim Schulfest angeboten.

Ein Erste-Hilfe-Stationenlauf mit einem Quiz für die Teilnehmer, das Theaterstück „Ich habe Angst, aber nicht mehr lange“ als Ergebnis des Angstworkshops und die Ergebnisse der Auseinandersetzung mit Produktwerbung, besonders die Vorführung der Eigenproduktion eines Werbespots, rundeten das Bild unter dem Oberthema Gesundheitsförderung ab.

Wie umweltfreundlich leben die Menschen in Hameln? Umfragen zu diesem Thema machten es nötig, sich auch in den Projekttagen mit Mathematik zu beschäftigen, denn die Ergebnisse mussten ausgewertet und in Diagrammen dargestellt werden. Aber man konnte auch praktische Arbeit im Schulgarten leisten. Trotz des ungünstigen Wetters wurden im Garten diverse Schneidearbeiten erledigt, eine alte Teichfolie entfernt und eine neue Teichfolie, die dank der Unterstützung der Stadtsparkasse angeeschafft werden konnte, eingebracht. Müllsammeln war gleich bei drei Projektgruppen die erste Tätigkeit. Was lässt sich aus Müll machen? 1. Musikinstrumente, mit denen man zunächst in der Kleingruppe musiziert, danach ein Gesamtkunstwerk der Gruppe kreiert. 2. Herstellung von Kleidung, Brillen, Taschen und Hüten, die in einer tollen Modenschau beim Schulfest präsentiert wurden. 3. Kunstwerke aus Müll und eine Müllbowlingbahn basteln. Recycling war auch die Grundidee in der Gruppe „Verarbeitung von Stoffresten“. Verschiedene Besucher des Schulfestes waren von den in den Projekttagen entstandenen Stofftaschen so begeistert, dass sie gerne eine gekauft hätten.

Gedanken zum Klimaschutz führten zu Verhaltensregeln beim Energiesparen, zur besonderen Auseinandersetzung mit regenerativen Energien und zur Vorstellung von Berufsbildern im Bereich der regenerativen Energiegewinnung. Die Besucher des Schulfestes waren besonders angetan von der Präsentation der Anwendungsmöglichkeiten. So wurden ein Radio mit einem Solarzellenmodul betrieben, Wasser mithilfe eines Parabolspiegels zur Bündelung der Sonnenstrahlen erwärmt und ein solarbetriebenes Spielzeugauto vorgestellt. Die Besucher konnten während des Schulfestes Teile der Arbeit der Projektgruppe „Gewässeruntersuchungen“ praktisch nachvollziehen, indem sie die Winkler-Methode zur Ermittlung des Sauerstoffgehalts im Wasser ausprobieren konnten. Durch das Fledermaus-Eisbären-Quiz wurde der Blick auf bedrohte Tierarten gelenkt. Das Musical „Panik auf der Festplatte“ machte die Ängste der Menschen deutlich, für die Computer oder die sich schnell verändernden modernen technischen Errungenschaften nicht notwendigerweise zum Alltag gehörten. „Leben in und mit der Natur“ war sicher für alle Teilnehmer eine besondere Lebenserfahrung. Mit einfachsten Mitteln wurde auf dem Schulgelände ein Zeltlager aufgebaut, in dem tatsächlich auch eine Nacht verbracht wurde.

Gesundheitsförderung und Umweltbildung sind Themenkreise, die Schwerpunkt der Arbeit von einer Vielzahl von Vereinen und Organisationen sind. Die Chance zur Information und Mitgliederwerbung nutzten der Turn Club Hameln v. 1880, Verein für Leibesübungen von 1849 e.V. Hameln (VfL) und Mitglieder der Hamelner Inline-Connection. Die AOK Hameln, BKK 24 und KKH Allianz konnten beim Schulfest an ihren Infoständen für gesunde Lebensgestaltung werben. Und Familie Nickeleit erweiterte mit dem angebotenen Ponyreiten das Spektrum der Angebote beim Schulfest.

Lagerfeuerleben – auch das war Teil des Projekts Leben in und mit der Natur.



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