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Geweihfunde lassen Rückschluss zu / 150 Gäste lauschten Rohrmann

Gesunde Rotwildentwicklung

Osterwald. Mehr als 150 Jäger und interessierte Naturfreunde informierten sich in Osterwald über den Wildbestand im Osterwald und Kleinen Deister. Adi Männles Bläsergruppe und der neue Hochwildring-Vorsitzende, Forstdirektor Joachim Menzel, begrüßten dazu den Experten Wolfgang Rohrmann. Er bewertete den Rotwildbestand im nahen Kleinen Deister und Osterwald als gesund. Veränderungen im Waldbau, die angelegten Ruhezonen für die Wildtiere und Äsungsflächen sowie geschickte Besucherlenkung hätten in den letzten Jahrzehnten eine Verbesserung des Lebensraums dieses relativ kleinen Rotwildvorkommens mit einem Frühjahrsbestand von etwa 100 Tieren gebracht. Anhand der ausgestellten Geweihe erläuterte der Waidmann die Besonderheiten älterer Rothirsche, die zur Wiedererkennung mit Namen benannt werden. Anhand der Abwurfstangen wisse man, dass „Don Quichotte“ mit 17 Jahren der älteste Hirsch im Gebiet des Hochwildrings sei und erlegt werden sollte, damit er nicht verhungere. Wenn auch 20 Geweihstangen bekannten Hirschen zugeordnet werden konnten, behalte die Natur doch Details für sich. So sei der stärkste Rothirsch, der etwa 14-jährige „Alte“ erst seit zwei Jahren bekannt und habe sich wie „Don Quichotte“ der Erlegung entzogen.

veröffentlicht am 16.06.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 17:21 Uhr



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