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Heranwachsende geben Schlüssel aus Zeitmangel zurück / Krause: Jüngere suchen / Top-Thema bei nächster Ratssitzung

Gesucht: Neue "Mieter" für den Jugendraum in Buchholz

Buchholz (tw). Achselzuckendes Bedauern im Gemeinderat: "Die Jugendlichen haben uns den Schlüssel für den Jugendraum - leider - wieder zurückgegeben", hat Bürgermeister Hartmut Krause (WiB) das Ortsparlament bei seiner jüngsten Zusammenkunft informiert. Damit wird die von den Heranwachsenden selbst ins Auge gefasste Jugendarbeit nun nicht mehr geleistet.

veröffentlicht am 03.05.2007 um 00:00 Uhr

Die vom Nachwuchs für den Verzicht angeführten Gründe seien Berufs- respektive Führerscheinausbildung oder aber der Erwerb eines eigenen Autos gewesen, so Krause. Wie auch immer: Die Jugendlichen sind dem Nest inzwischen entwachsen und flügge geworden. Der Bürgermeister: "Wenn wir mit anderen Jugendlichen einen neuen Versuch machen wollen, sollten wir diesmal bei den jüngeren Jahrgängen suchen - nehmen wir wieder Ältere, werden die uns auch sehr schnell von der Fahne gehen." Das Thema "Jugendraum" soll daher auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung kommen. Vorgeschichte: Fast genau vor einem Jahr, Anfang April 2006, hatten die Politiker den 15-bis 20-Jährigen, die das Jugendforum von Steffie Hitzemann nicht mehr erfasst, einen Herzenswunsch erfüllt. Nämlich ihnen zu jeweils einem festen Termin in der Woche (Freitag, 18 bis 23 Uhr) einen zwölf Quadratmeter großen Jugend- beziehungsweise Partyraum im Keller des Dorfgemeinschaftshauses an der Bückebergstraße bereit zu stellen. Dass es dort "mit rechten Dingen zugeht" - darüber sollten zwei oder drei ältere und möglichst volljährige Jugendliche wachen, die auch die Schlüsselgewalt hatten. Ein entsprechendes Kurzkonzept hatten die (drei) Initiatoren selbst erarbeitet und zur damaligen Ratssitzung mitgebracht. Danach wollten die Jugendlichen den Raum vor allem für Video-, Spiele- und Musikabende nutzen. Einen Raum, den sie imübrigen selbst renovieren, einrichten und instandhalten wollten. Die Konsum-Elektronik sollte in abschließbaren Schränken untergebracht werden. Laut Krause hatte auch Kreisjugendpfleger Walter Ostermeier, von ihm über das Begehren der Buchholzer informiert, mit einem solchen Konzept keine Probleme. Der Bürgermeister hatte mit drei der Jugendlichen eine Vereinbarung geschlossen, die von diesen auch unterschreiben worden war. Sie regelte, was in dem Raum erlaubt und was verboten ist. Das Trio sollte dafür verantwortlich sein, dass die Hausordnung eingehalten wird. Vielleicht der wichtigste Punkt: Das Rauchen, aber auch der Konsum von Alkohol und anderen Rauschmitteln war den Jugendlichen im Gebäude, darüber hinaus aber auch auf dem gesamten Grundstück der Gemeinde verboten. Krause jetzt: "Der Raum ist von den Jugendlichen noch frisch gestrichen worden und hat außerdem neue Lampen erhalten. Unterhaltungselektronik freilich ist noch nicht drin." Das Zimmer ist bis auf eine Sitzgruppe leer - und harrt jetzt neuer, engagierter Bewohner.



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