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Firma Hohmeier installiert Stahlquere am Klärwerk / 7545 Euro Kosten / Die Passage ist für Reiter derzeit noch erlaubt

Gestern, 10 Uhr: Brückenschlag verbindet beide Aue-Ufer

Buchholz (tw). Geschafft. Mit dem Brückenschlag über die Aue ist gestern Vormittag am Klärwerk das letzte Kapitel in der Sanierung der drei Buchholzer Stahlqueren zu Ende gegangen. Damit besteht an der Grenze zur Gemeinde Auetal jetzt wieder eine fuß- und "pferd"-läufige Verbindung über den Fluss.

veröffentlicht am 20.02.2009 um 16:18 Uhr

Fast geschafft: Gleich wird der Kran die Auebrücke auf ihre Fund

"Brücke liegt", meldete Kranführer Martin Wandrey um 9.55 Uhr an Handwerksmeister Wilfried Ahnefeld. Die Firma "Hohmeier Anlagenbau" war bereits seit 8 Uhr mit insgesamt vier Kollegen, besagtem Kran und einem Transport-Lkw vor Ort, rückte nach Erledigen der Restarbeiten gegen 16 Uhr wieder ab. Ein Mitarbeiter der Firma E.ON überzeugte sich in der Zwischenzeit davon, dass das direkt unter der Brücke verlegte Stromkabel bei den Arbeiten keinen Schaden nahm. Nahm es auch nicht: Bei strahlendem Sonnenschein und nicht mehr allzu feuchtem Untergrund lief der Brückenschlag an der Grenze zur Gemeinde Auetal wie am Schnürchen. Wenngleich: "Das am 4. Juli und damit vor knapp acht Wochen demontierte 800 Kilogramm schwere Bauwerk konnte in Stadthagen nur unter größtem Aufwand saniert werden", berichtet Hartmut Krause auf Anfrage der Landes-Zeitung. Der WiB-Bürgermeister, der dem Hohmeier Team namens der Gemeinde noch auf der Baustelle ein "verschärftes" Frühstück spendierte: "Zwar war an der Alt-Brücke nicht mehr sonderlich viel zu retten, aber einige Teile konnten immerhin wieder verwendet werden." Der Endpreis für die Reparatur der Quere bleibe wie zuvor vereinbart bei insgesamt 7545 Euro plus Mehrwertsteuer. Wie ihr "Vorgänger" an der Arensburger Mühle sollte auch die Quere am Klärwerk von der Stadthäger Fachfirma zunächst mit einem Sandstrahlgebläse entrostet und anschließend komplett verzinkt werden. Die seitlichen Geländerstützen sowie die Querverstrebungen wollte der Gemeinderat dabei gleich mit erneuern lassen. Bei der Auswahl des Brückenbelags hatte sich das Ortsparlament statt für witterungsanfälliges Holz einmal mehr für Gitterroste entschieden. Krause war mit Mitarbeitern des Eilser Bauhofes bereits am Montag vor Ort, säuberte, mit Gummistiefeln in der Aue stehend, die Betonfundamente. "Nachdem die Brücke nunmehr liegt, werden wir auch noch die Zuwegung herrichten", sagt der Bürgermeister. Konkret: die Aufgänge sollen auf beiden Seiten geschottert werden. Kommt hinzu: Um künftig zu verhindern, dass die Aue die Brückenpfeiler unterspült, werden in den nächsten Tagen auch an dem zur Waldseite gelegenen Fundament Dichtschlämme aufgetragen; anschließend werden Wasserbausteine davor gesetzt. Auf der Klärwerksseite ist beides bereits vorhanden. Ob das Betreten der Brücke für Pferde verboten werden soll, steht noch nicht fest. Zwar ist das laut Andreas Kunde, Chef im Eilser Ordnungsamt, bei allen Aue-Queren im Bereich der Samtgemeinde der Fall, aber: "Der Rat Buchholz wollte ein solches Verbot bislang nicht", sagt Krause. Damit dürfen Reiter mit Pferden das Bauwerk bis auf Weiteres passieren. Letzteres bedeutet: "Wir beobachten, wie häufig das der Fall sein wird - und entscheiden danach abschließend", so der Bürgermeister. Übrigens: Die letzten durch die Gemeinde sanierten Auequeren an der Arensburger Mühle und am Klärwerk sollen laut Krause beim nächsten Buchholzer Schnatgang ("Historischer Spaziergang") 2008 inspiziert werden. Wer will, kann sie sich natürlich auch schon jetzt ansehen.

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