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Krause zieht Konsequenz aus Bericht im "Boten"

Gespräche mit der SPD nur noch unter Zeugen

Buchholz (tw). Das Verhältnis zwischen den Genossen und Bürgermeister Hartmut Krause (WiB) ist offensichtlich - nachhaltig - gestört. Das wurde auf der jüngsten Zusammenkunft des Ortsparlaments deutlich.

veröffentlicht am 11.04.2008 um 00:00 Uhr

H. Krause

Erkläru ng Krauses zu Beginn der Zusammenkunft: "Aufgrund des Berichtsüber die Gründung einer Arbeitsgruppe im letzten ,Buchholzer Boten' behalte ich mir in Zukunft vor, bei Terminen mit SPD-Ratsmitgliedern den zweiten Vize-Bürgermeister oder ein Ratsmitglied der WiB/CDU-Gruppe mitzubringen." Er, Krause, finde das zwar "äußerst bedauerlich", halte diesen Schrittaber im "Interesse der Wahrheitsfindung" für nötig. Hintergrund: In dem von SPD-Ratsherr Frank Rinne im "Buchholzer Boten" verfassten Bericht geht es um die jüngsten Tempomessungen auf der Bückebergstraße. Wie der Sozialdemokrat darlegt, hat die SPD am 4. Januar im Vorfeld der Ratssitzung einen Antrag auf Gründung eines Fachausschusses zum Thema Verkehrssicherheit in Buchholz gestellt. Rinnes Rüge im "Boten": "Mindestens befremdlich ist es, dass der Herr Bürgermeister in der selben Sitzung den Vorschlag unterbreitet, eine ,offene Arbeitsgruppe' zu bilden, die exakt dasselbe, nämlich ein Konzept zur Einhaltung der Geschwindigkeit und für ein sicheres Überqueren der Bückebergstraße,vorlegt. Da das Begehren der SPD auf Gründung eines Fachausschusses in die gleiche Richtung zielte, hätte man erwartet dass der SPD-Antrag unterstützt wird, wenn man unterstellt, dass es um die Sache geht." Über die Frage, wer tatsächlich die erste Idee mit der besagten Arbeitsgruppe hatte, war bereits in der Ratssitzung vom 15. Januar erbittert gestritten worden (wir berichteten). Krause hatte damals betont, er selbst habe den Genossen die Bildung dieses Gremiums schon am 19. Dezember im Nachgang eines Gespräches beim Landkreis vorgeschlagen: "Nicht ich habe hier eine Idee geklaut, sondern ihr." Außerdem sei der SPD-Antrag Tage zu spät in der Gemeindeverwaltung eingegangen - da seien die Einladungen zur Sitzung schon verschickt worden. Dass die Genossen ihre "Falschaussagen wider besseren Wissens" in der Parteipostille jetzt auch noch publizierten, hat den Bürgermeister nach eigenen Worten dazu bewogen, bei Terminen mit SPD-Ratsmitgliedern künftig einen Zeugen hinzuziehen.



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