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Bürgermeister Sandmann begrüßt Initiative / Hohnhorsts Vize-Bürgermeisterin Koch ist skeptisch

Gespanntes Warten auf die Pläne der Bahn AG

Haste (rwe). Die Pläne der Bahn AG, die ebenerdigen Übergänge in Hohnhorst und Haste umzubauen, sind auf ein geteiltes Echo gestoßen. Hastes Bürgermeister Sigmar Sandmann begrüßt es, "dass es dort weitergeht". Bärbel Koch, stellvertretende Bürgermeisterin in Hohnhorst, ist eher skeptisch, ob ihrer Gemeinde damit wirklich geholfen ist. Sie will sich erst die Pläne ansehen.

veröffentlicht am 06.06.2007 um 00:00 Uhr

2010 könnte die Schranke verschwinden: Hastes Gemeindedirektor H

Grund zumÄrgern über die Schranke im benachbarten Haste hatte Bärbel Koch gestern schon wieder reichlich. Fast bis zum "Waldfrieden" stauten die Autos, der Wagen der stellvertretenden Bürgermeisterin aus Hohnhorst mittendrin. "Für Haste wird es mit Sicherheit besser", sagt Koch zum Vorhaben der Bahn AG, den Straßenverkehr künftig über eine Brücke zu leiten. Genaueres über die neuen Varianten der Bahn weiß sie - wie die anderen Ratsmitglieder auch - noch nicht. Nur Bürgermeister Otto Lattwesen, der aber für eine Stellungnahme gestern nicht zu erreichen war, sei durch Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese informiert worden. Politische Vertreter aus den beiden kleinen Gemeinden im Norden Nenndorfs saßen vergangene Woche nicht mit am Tisch, als Vertreter der Bahn-Niederlassung Hannover die überarbeiteten Vorschläge im Rathaus auf den Tisch legten. Damit hatte auch Bundestagsabgeordneter Sebastian Edaty nicht gerechnet. Dieser hatte das Unternehmen eingeladen, um an eine Lösungfür das Ärgernis mit den ebenerdigen Übergängen zu erinnern (wir berichteten). Laut Edathy macht die Bahn mit. Zögen Kommunen und Behörden an einem Strang, wäre ein Baubeginn für das Elf-Millionen-Projekt bis 2010 realistisch. Hastes Bürgermeister Sigmar Sandmann freut sich über die Perspektive, auch wenn er sie bisher noch nicht konkret vor Augen hatte. Er fordert dazu auf, die Pläne unvoreingenommen zu bewerten. "Wir sollten die Chance ergreifen und eine verträgliche Lösung finden." Es sei nicht einzusehen, dass die Menschen durch das ständige Warten vor der Schranke einen Teil der Lebensqualität verlieren. Sandmann geht davon aus, dass der Verwaltungsausschuss in Haste am 18. Juli die Vorschläge zu Gesicht bekommt. Erst dann lasse sich eine konkrete Aussage treffen. Das gilt auch für eine mögliche finanzielle Beteiligung der Gemeinde. Da sei das Eisenbahnkreuzungsgesetz maßgebend. "Wir sind an einer Lösung interessiert und werden uns konstruktiv einbringen." Bärbel Koch, ebenfalls noch ohne Blick auf die Skizzen, ist eher "entsetzt", was ihr zu Ohren gekommen ist. Für Hohnhorst sei nur ein Fußgängertunnel am Friedhof vorgesehen. Würde der Übergang dort gesperrt, fürchtet sie, dass Hohnhorst stärker abgeschnitten werden könnte. Aber die Politikerin der Freien Wählergemeinschaft nimmt sich zurück und will auf die Pläne warten. Der Hohnhorster Verwaltungsausschuss komme zwar erst Anfang Juli zusammen, "aber wenn es kneift geht das auch eher". Insgesamt heißt sie es aber gut, dass es eine bauliche Lösung für die Übergänge gibt. "Dagegen kann man sich ja gar nicht wehren."



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