weather-image
12°

Wurftaubenschützen schwärmen vom Sport in der Natur

Geschützt im Steinbruch

Hameln (fn). Aufmerksam abwartend, aber auch angespannt, steht Lars de Vries auf einer durch eine Gummimatte markierten Stelle, den Gehörschutz auf den Ohren, die Doppelflinte fest im Anschlag. Plötzlich katapultiert die Wurfmaschine aus einem Bunker eine elf Zentimeter große und 105 Gramm schwere Wurftaube quer über die Anlage. Ein Schuss fällt, gleich noch ein zweiter hinterher. Der zweite ist ein Volltreffer, etliche auf die Erde fallende orangefarbene Scherben zeugen davon. So sieht es jeden Samstagnachmittag in einem alten Steinbruch auf dem Ith aus. Die Schützen des „Wurftaubenclub Hameln von 1971 e.V.“ üben auf ihrer vereinseigenen zwei Hektar großen Schießanlage nahe der Straße zwischen Harderode und Lauenstein. Der auf drei Seiten durch Hänge natürlich geschlossene Platz bietet den Sportschützen hervorragende Bedingungen, um Skeet-, Trap- und Rollhasenschießen durchführen zu können. „Naturgegeben und -belassen“, so sprechen die Schützen von ihrer wunderschönen Schießanlage. „Skeet und Trap sind auch olympische Sportarten“, weiß der 1. Vorsitzende des „WTC“ Thomas Müller zu berichten. 1972 holte mit Konrad Wirnhier ein deutscher Schütze sogar Gold im Skeetschießen. Im Ithgebiet ist es fast eine Sportart im Verborgenen, wenn nicht ab und zu die Schüsse im Wald zu hören wären.

veröffentlicht am 12.05.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 15:41 Uhr

270_008_4516074_wvh1205_Wurftaubenschuetzen_P4160772.jpg

Gut 1000 Schüsse mit Schrotladungen werden an einem Übungstag auf die Wurftauben, früher hießen sie Tontauben, abgegeben. In diesem Jahr besteht der Verein 40 Jahre. Auf diesem Termin hin hat der Verein in den letzten zwei Jahren richtig investiert. Neue „Beomat“- Trap- und Skeetwurfmaschinen schleudern jetzt die Wurftauben aus den Bunkern, und neue Bunkerklappen in Leichtbauweise lösen die schweren alten ab. „Wir sind hier eine Mischung aus Sportschützen, Jungjägern, Vereinsmitgliedern und an Schießsport interessierten Gästen“, erzählt Lars de Vries von der Gruppe, die gerade ihren Durchgang beendet hat. Die Schießsportler des Wurftaubenclubs erwarten demnächst ihr 50. Vereinsmitglied. „Wir sind immer offen für neue Mitglieder. Aber bei uns kann jeder schießen, auch ohne Mitgliedschaft“, sagt de Vries. Auch Extratermine für separates Schießen können eingerichtet werden.

Ulf Dettmar zielt mit Ohrschutz, seine Vereinsfreunde warten, dass sie dran kommen.

Fotos: fn

Werner Piszowotzki zielt auf die Wurftauben.


Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt