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Udo Bade aus Lüneburg ist neuer Präsident des Niedersächsischen Tischtennisverbandes

Geschockt: Heinz Böhne als TTVN-Präsident abgewählt

Tischtennis (la). Einenüberraschenden Wechsel hat es an der Spitze des Niedersächsischen Tischtennisverbandes gegeben. Auf dem 36. Ordentlichen Verbandstag in der Akademie des Sports in Hannover kam es am Sonntag zu einer Kampfkandidatur zwischen dem amtierenden Präsidenten Heinz Böhne aus Rusbend und dem Bezirksvorsitzenden Lüneburg Udo Bade (TSC Steinbeck-Meilsen). Mit 76:62 Stimmen sprachen sich die Delegierten schließlich für Bade aus.

veröffentlicht am 25.06.2008 um 00:00 Uhr

Mit einem Gegenkandidaten und dem Verlust des Präsidententhrons

Insider hatten schon im Vorfeld der Versammlung von der geplanten "Stürzung" des Präsidenten gewusst. Die Unzufriedenheit mit der Arbeit von Böhne war in einigen Kreis- und Bezirksverbänden stetig gewachsen. Neben schlechtem Informationsfluss an die Vereine waren eine in letzter Zeit schädliche Außendarstellung des Verbandes und die mangelnde Kooperationsbereitschaft die Hauptvorwürfe an Böhne. So seien Kreisverbände und Vereine zu wenig in Entscheidungsprozesse eingebunden worden. Böhne, der selbst aktiv für die TS Rusbend spielt, habe sich zu weit von der Basis entfernt. Der Breitensport würde vernachlässigt. Den Ausschlag, dass sich der von den Vorständen der Bezirke Hannover, Braunschweig und Lüneburg vorgeschlagene Bade zur Wahl stellte, gab letztlich der Antrag des TTVN-Vorstandes, die Mitgliedsbeiträge entgegen eines Vorschlages der Bezirke um drei Euro pro Mitglied zu erhöhen. Beschlossen wurde übrigens schließlich eine Erhöhung umzwei Euro. In seiner Antrittsrede versprach der 49-jährige Udo Bade, den Breitensport zu stärken: "Spitzensport ist nur auf einer breit angelegten Basis möglich." Enttäuscht vom Wechsel zeigte sich TTVN- Geschäftsführer Heinz Löwer: "Wir verlieren einen kompetenten Präsidenten, der große Spuren hinterlässt." Noch weiter ging Ehrenpräsident Hans Giesecke: "Die Schuhe sind dem neuen Präsidenten einige Nummern zu groß. Ich sehe schwere Zeiten auf uns zukommen." Nach der Abwahl von Böhne verliefen die weiteren Wahlen routinemäßig, was für die meistens Anwesenden überraschend war. Hatte man doch mit Konsequenzen einiger "Böhne-Treuen" gerechnet. Lediglich der Seniorenbeauftragte Hans-Dieter Herlitzius und der Obmann für das Schiedsrichterwesen Heinz Krause wollten nicht mit dem neuen Präsidenten zusammenarbeiten. Allerdings kursierten bereits kurz nach dem Verbandstag erste Gerüchte um weitere Rücktritte und die Kündigungen zweier Landestrainer.



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