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"Umsatz statt Umtausch": Bückeburger Käuferverhalten liegt im Bundestrend

Geschmack der Beschenkten getroffen: Von Umtausch-Hektik ist keine Spur

Bückeburg (jp). Schenken die Bückeburger treffsicherer als die Bewohner anderer Städte? Während überall in Deutschland in Kaufhäusern und Geschäften nach den Feiertagen der "traditionelle" Umtauschboom ausgebrochen ist, der früher nicht selten ein ähnlich großes Ausmaß erreicht hat wie die Kauflust direkt vor Weihnachten, scheint die Welle an dieser Stadt nahezu sang- und klanglos vorüberzugehen.

veröffentlicht am 31.12.2007 um 00:00 Uhr

Statt Massenumtausch herrscht "business as usual" im Schild-Cent

Obwohl man sich auch hierüber mangelndes Kaufpublikum "zwischen den Jahren" nicht beschweren kann, ist die Zahl der umgetauschten Weihnachtspräsente geradezu verschwindend gering. Von Umtausch-Hektik, wie man sie allenthalben seit Weihnachten in Großstädten wie Hannover und Berlin, aber auch im benachbarten Minden beobachten kann, hingegen keine Spur. "Ganz, ganz wenige Rückgaben" seien es seit Weihnachten gewesen, heißt es offiziell von Seiten der Filialleitung des von der Magro-Gruppe aus Uchte geführten "Schild-Centers", ehemals "Kaufhaus Schild", an der Langen Straße. Allein in der Elektroabteilung und bei der Damenoberbekleidung seien einige Weihnachtsgeschenke umgetauscht worden. "Verglichen mit früheren Jahren, hielt sich das aber absolut im Rahmen." "Maximal drei oder vier Umtausche" registrierte Kerstin Schulte in der Buchhandlung Scheck: "Unsere Kunden haben ganz offensichtlich mit ihren Einkäufen genau den Geschmack der Beschenkten getroffen." Und wenn umgetauscht wurde, dann auch nicht zur Unzufriedenheit der Scheck-Chefin: "Meistens wurde für das zurückgegebene Buch dann etwas Teureres gekauft." Ebenso überschaubar stellt sich die Umtauschsituation in der Hofbuchhandlung Frommhold in der Fußgängerzone dar: "Es war deutlich weniger als in früheren Jahren." Hier hat man für das zurückgegangene Umtauschvolumen noch eine andere Erklärung: "Unsere Kunden haben vielfach keine Bücher, sondern Gutscheine verschenkt, die jetzt nach Weihnachten eingelöst werden." Und gerade einmal einen einzigen Umtausch verzeichnete das Schuhhaus Esther an der Langen Straße. Dabei war das Paar Damenschuhe sogar noch auf höchstes Gefallen bei der beschenkten Dame gestoßen. "Es war einfach nur die Größe, die nicht gepasst hatte", so Geschäftsführerin Esther Grundmann. Vom Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) wird der Bückeburger Trend indes bestätigt. "Umsatz statt Umtausch" habe die Öffnungstage nach Weihnachten gekennzeichnet, erklärte HDE-Pressesprecher Hubertus Pellengahr am Wochenende. Das Nachweihnachtsgeschäft werde von den Kunden vor allem zur Einlösung von Gutscheinen sowie zur Ergänzung und Erweiterung von Weihnachtsgeschenken, insbesondere im Bereich Elektronik und Spielzeug, genutzt, aber immer weniger zum Umtausch von Präsenten.

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