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Geschichtswerkstatt der Herderschule Bückeburg setzt sich für Gedenkplakette ein

Im Rahmen eines Schülerwettbewerbes des Niedersächsischen Landtages anlässlich der 50. Wiederkehr der Gründung des Landes Niedersachsen 1996 beschäftigten sich zwei Jungen und drei Mädchen der Geschichtswerkstatt der Herderschule Bückeburg mit dem ersten aus Schaumburg stammenden Minister des Landes Niedersachsen. Ihre Wettbewerbsarbeit wurde mit einem ersten Preis honoriert, die Preisübergabe erfolgte im Landtag zu Hannover.

veröffentlicht am 13.03.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 20.04.2009 um 11:33 Uhr

Die Gedenkplakette an Karl Abels Haus in Obernkirchen.

Die Schülergruppe setzte sich erfolgreich für eine Gedenkplakette an Abels Haus in Obernkirchen ein, die genau an Abels 100. Geburtstag, am 10. Februar 1997, angebracht wurde. Sie hat damit einen fast vergessenen Politiker rehabilitiert, wozu die Verantwortlichen der Stadt Obernkirchen nicht gewillt waren. Der Text der Plakette lautet: „In diesem Haus wohnte von 1936 bis zu seinem Tod der Schuhmachermeister Karl Abel (1897-1971). Als Abgeordneter der KPD war er bis 1933 im Stadtrat, im Kreisrat und im Preußischen Landtag in Berlin tätig. Unter den Nationalsozialisten verbrachte er leidvolle Jahre in Konzentrationslagern. Karl Abel war nach dem Krieg von 1946 bis 1948 der erste Schaumburger Minister im neu gegründeten Land Niedersachsen.“

Inzwischen liegen auch Karl Abels Lebenserinnerungen vor. Er selbst hatte verfügt, sie erst 30 Jahre nach seinem Tod für die Öffentlichkeit freizugeben, u.a . auch aus Rücksichtnahme gegenüber den Interessen damals noch Lebender. Das 1963 abgeschlossene Manuskript ist 2008 im Verlag für Regionalgeschichte Bielefeld als Band 67 der Schaumburger Studien im Auftrag der Historischen Arbeitsgemeinschaft für Schaumburg erschienen. Das Buch, herausgegeben von Christian Heppner, trägt den Titel „Als Sozialist und Kommunist unter vier Regimes.“

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