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Elf Künstlergruppen bei Straßentheater

Geschichten vom Überfluss und dem eigenenUniversum

Holzminden (spe). Plakate und Flyer sind gedruckt, demnächst erscheint auch das Programm zum 10. Internationalen Straßentheater-Festival, das vom 29. bis 31. Mai in Holzminden stattfindet. Freuen dürfen sich die Straßentheater-Fans jetzt auf elf internationale Theatergruppen aus sechs Ländern.

veröffentlicht am 22.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 13:21 Uhr

Das „Bängditos Theater“ aus Hamburg haucht einem aus
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Fünf Wochen vor dem Festival muss das Kulturamt der Stadt allerdings eine schlechte Mitteilung machen: Die portugiesische Gruppe Teatro Ka, Publikumsliebling und Preisträger des Jahres 2000, musste die für Pfingsten in Holzminden geplante Premiere ihres neues Stückes absagen. Der Stelzenläufer hat sich bei einem Autounfall ein Bein gebrochen.

Noch ist kein Ersatz in Sicht

Die Gruppe teilte der Stadt Holzminden mit, dass es in der Kürze der Zeit leider nicht möglich sei, Ersatz zu finden und die Produktion fortzusetzen. Dabei habe sich Teatro Ka sehr auf den Auftritt in Holzminden gefreut, schließlich habe der Gruppe der Preis 2000 sehr bei der künstlerischen Anerkennung geholfen. Das Kulturamt der Stadt teilt mit, dass so kurzfristig auch keine andere Gruppe für das Festival verpflichtet werden könne. Stattdessen wird nun die niederländische Gruppe Gajes an den drei Festivalabenden ihr Stück „Don Quixote!“ zeigen.

Die Gruppe „Lokstoff“ war bereits vor einigen Wochen auf Wunsch des Ausschusses für Bildung und Freizeit aus dem Programm gestrichen worden. Zwar schien die geplante Inszenierung auf dem Holzmindener Bahnhof, für die die Bahn bereits grünes Licht gegeben hatte, aus künstlerischer Sicht sehr verlockend. Allerdings wären die beiden Aufführungen nur von jeweils 100 Zuschauern zu sehen gewesen. Der Ausschuss sprach sich vor diesem Hintergrund zum einen aus finanziellen Erwägungen gegen einen Auftritt aus. Zum anderen befürchtete man den Unmut des Publikums, das nicht hätte eingelassen werden können.

Das Festival beginnt am Freitag, 29. Mai, mit Aufführungen von vier Künstlergruppen. Aus Anlass des 10. Festivals wurden auch Gruppen eingeladen, die auf vorangegangenen Festivals in Holzminden sehr erfolgreich waren. Das gilt auch für die Gruppe Carabosse aus Frankreich.

Die Gruppe hat sich mit ihrer ersten Produktion „Le jardin“ in das kollektive Gedächtnis der Stadt Holzminden eingeschrieben. Die Preisträger aus dem Jahr 1998, die heute ihre Feuerinstallationen in der ganzen Welt präsentieren, kehren nach Holzminden mit der Deutschlandpremiere ihrer neuen Produktion „Le Filoscope“ zurück.

In „Filoscope“ entdecken die Zuschauer die wundersame Welt der drei Brüder Thonessen. Sie leben in ihrem eigenen Universum, das die Form einer Manege hat. Es ist eine luftige Manege, in der die Gebrüder schweben – im eigentlichen und übertragenen Sinne. Die Bilder, die sie darin entwerfen, sind Früchte ihrer Fantasie und ihres Genies, es sind Goldklumpen der Poesie. Anhand von Bildern, Skulpturen und Gegenständen werden nach und nach die Geschichten der drei Brüder erzählt: Geschichten außerhalb der Norm, voller Unschuld und Einfachheit.

Bei der neuen Produktion „Überfluss“ des Bängditos Theaters aus Hamburg geht es um das Thema Wasser, um Überfluss und Mangel, um Schönheit und Schrecken, um Ernstes und Komisches. Die drei Akteure hauchen einem ausgetrockneten Springbrunnen mit komischen Ritualen und tiefer Weisheit wieder Leben ein. Klar, dass nicht alle Dinge so funktionieren wie sie sollten und der Brunnen spätestens bei der Entstehungsgeschichte der Welt ein groteskes Eigenleben entwickelt.

Dieser Springbrunnen hat es in sich und entlädt poetische Momente genauso wie irrwitzige Explosionen zu einem bildreichen, fantasievollen Spektakel mit einem Brunnen, drei Akteuren und 45 Minuten Überfluss.

Mehr Infos zum Festival gibt es im Internet unter strassentheater-

holzminden.de



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