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Kulturelles Erbe beim "Tag des offenen Denkmals" / Aktivitäten an Schloss Baum

"Geschichte zum Anfassen" in Meinsen/Warber und Rusbend

Bückeburg (bus). Unter den 28 Sehenswürdigkeiten beim "Tag des offenen Denkmals" finden sich in diesem Jahr erstmals auch drei Gebäude in der Ortschaft Meinsen/Warber. Vorgestellt werden der Hof Wehmeyer (Meinser Straße 13), die evangelisch-lutherische Kirche und das Forsthaus Meinser Kämpen. In Rusbend steht am Sonntag, 10. September, (jeweils von 10 bis 18 Uhr) das Jagdschloss Baum auf dem von der Schaumburger Landschaft konzipierten Programm.

veröffentlicht am 25.08.2006 um 00:00 Uhr

Schloss Baum, in dessen Umgebung Graf Wilhelm 1757 einen spätbar

Der bundesweit von der Stiftung Denkmalschutz ausgerichtete Tag des offenen Denkmals bietet seit 1993 "Geschichte zum Anfassen". Mit dem Tag soll dieÖffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes sensibilisiert und Interesse für die Belange des Denkmalschutzes geweckt werden. "Im Bewusstsein der Schaumburger Öffentlichkeit hat diese Veranstaltung mittlerweile einen festen Platz im Terminkalender eingenommen", sagt Landschaftsgeschäftsführer Sigmund Graf Adelmann. Tausende von Besuchern seien in den vergangenen Jahren in Rodenberg, Bückeburg, Rinteln, der Seeprovinz und Stadthagen zu den sonst oftmals nicht zugänglichen Kulturdenkmale geströmt. Die ehemalige Halbmeierhofstelle Wehmeyer erstrahlt seit ihrer Renovierung in altem Glanz. Zur Hofstelle, die heute als Ingenieurbüro dient, gehört ein neu angelegter Bauerngarten. Mitarbeiter des Büros stehen für fachkundige Erläuterungen der Umbauarbeiten zur Verfügung. Die Kirche, in der um 10 Uhr ein Gottesdienst beginnt, ist in den Jahren 1876 bis 1878 nach Plänen des Bückeburger Architekten Wilhelm Richard errichtet worden. Durch aufwendige Renovierungsarbeiten am Dach, im Turm und im gesamten Backstein-Mauerwerk erhielt die kreuzförmige Basilika von 1991 an ihr frisches Aussehen zurück. Im Anschluss an den Gottesdienst lädt die Gemeinde zu gemeinschaftlichen Kunstaktionen ein. Um alte Forstgeräte und aktuelle Wildwurstprodukte geht es im Forsthaus Meinser Kämpen. Das Forstgehöft entstand 1735 unter Graf Albrecht Wolfgang zu Schaumburg-Lippe. Es wird bis auf den heutigen Tag vom Fürstlichen Forstamt bewirtschaftet. Am Denkmalstags beantwortet Revierförster Sören Peters die Fragen der Gäste. Rund um Schloss Baum, dessen Name sich wegen der früheren Grenzstation von "Schlagbaum" ableitet, ist für den 10. September ein umfangreiches Rahmenprogramm auf die Beine gestellt worden. Führungen (von 13 bis 17.30 Uhr) stellen Schloss, Garten und Mausoleum vor; von 14 bis 18 Uhr spielt das historisch gewandete Ensemble "Saxophoria" Werke aus der Barockzeit. Das Infanterieregiment "Graf Wilhelm" der Weckbatterie Wölpinghausen tritt in überlieferten Uniformen aus der Zeit des Grafen Wilhelm auf, der die verfallene Anlage auf Vordermann brachte und hier 1757 einen symmetrischen, spätbarocken Garten anlegen ließ. Darüber hinaus hat sich der Naturschutzbund Schaumburg angekündigt, der unter dem Motto "Lebensraum Wald" Erkundungen für Kinder anbietet und an einem separaten Stand über die Besonderheiten des Schaumburger Waldes und über den Naturschutz im Landkreis informiert.

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