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Höchste Würdenträger des Kyffhäuserbundes Niedersachsen treffen sich in Aerzen und besichtigen Schloss Schwöbber

Geschichte trifft Tradition: 39 Würdenträger zu Gast

Aerzen (sbr). Die 225-jährige Tradition des Kyffhäuserbundes traf auf die jahrhundertealte Geschichte Aerzens, als die höchsten Würdenträger des Kyffhäuser Landesverbandes Niedersachsen zu ihrem alljährlich stattfindenden Treffen erstmals im Landkreis Hameln-Pyrmont zusammenkamen.

veröffentlicht am 15.09.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 09:21 Uhr

Aerzen (sbr). Die 225-jährige Tradition des Kyffhäuserbundes traf auf die jahrhundertealte Geschichte Aerzens, als die höchsten Würdenträger des Kyffhäuser Landesverbandes Niedersachsen zu ihrem alljährlich stattfindenden Treffen erstmals im Landkreis Hameln-Pyrmont zusammenkamen. In der Aerzener Domänenburg begrüßten Bürgermeister Bernhard Wagner und Erster Gemeinderat Andreas Wittrock die Träger des Kyffhäuser-Verdienstkreuzes am schwarz-weißen Band sowie die Trägerinnen der Damen-Ehrenschleife aus ganz Niedersachsen und gaben einen eindrucksvollen Einblick in die Geschichte des Ortes. „Der Kyffhäuserbund mit seinen vier aktiven Kameradschaften im Flecken Aerzen nimmt eine wichtige Rolle in den Dorfgemeinschaften ein“, erklärte Bürgermeister Wagner in seinem Grußwort. Der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Hansjürgen Waering zeigte sich überrascht angesichts der unerwartet eindrucksvollen historischen Kulisse Aerzens und nutzte seine Ansprache, um sich bei der Verwaltungsspitze für die Gastfreundschaft zu bedanken.

Landesfrauenreferentin Ilona Opel hob das unermüdliche ideelle Engagement der weiblichen Mitglieder der Kyffhäuser-Kameraden hervor und dankte für ihre ehrenamtliche geleistete Arbeit. Der Ehrenkreisvorsitzende Ewald Rose nutze sein Heimrecht, um ein paar Worte an die 39 anwesenden Würdenträger aus ganz Niedersachsen zu richten. Er freue sich besonders, so vielen verdienten Kameraden und Kameradinnen seine Heimat etwas näh-erbringen zu können, so der Ehrenkreisvorsitzende angesichts der überaus regen Beteiligung am Jahrestreffen. Dem Vorsitzenden Otto Prüßner war die Weserbrückenbaustelle in Hameln zum Verhängnis geworden, so dass er sich erst mit Verspätung der Delegation aus Würdenträgern, Vorsitzenden der Kreisverbände und Mitgliedern des Landesverbandes anschließen konnte.

Hintergrund dieses alljährlichen Treffens sei die Anerkennung der sozialen und ehrenamtlichen Arbeit in den Kameradschaften, den Kreisverbänden und auf Landesebene, erklärte er während des Rundgangs durch den Park von Schloss Schwöbber, der einen weiteren Höhepunkt im Kulturprogramm des vom Kreisverband Hameln-Pyrmont organisierten Treffens bildete. Hier schlüpfte der ehemalige Aerzener Bürgermeister Peter Bartels in die Rolle des Gästeführers.

Das Verdienstkreuz am schwarz-weißen Band ist die höchste Anerkennung für hervorragende Verdienste im Kyffhäuserbund, seiner Verbände und Kameradschaften und ist ausschließlich den Kameraden vorbehalten. Der Kyffhäuser Kreisverband Hameln-Pyrmont unter Vorsitz von Hans-Joachim Krakowski konnte diese höchste Auszeichnung bisher lediglich dreimal verleihen. Besonders engagierte Kameradinnen werden mit der Damen-Ehrenschleife ausgezeichnet. Diese wird aber noch von keiner heimischen Kameradin an der Uniformjacke getragen. Die Kyffhäuserdamen sind landesweit in 17 Kreisverbänden und in über 170 Kameradschaften ehrenamtlich aktiv. „Ihre Hauptaufgabe ist das soziale Engagement. Auf diesem Gebiet ist der Kyffhäuserbund bereits länger aktiv als das Deutsche Rote Kreuz. Unterstützung durch den Kyffhäuserbund erhalten beispielsweise soziale Einrichtungen in der polnischen Stadt Wangerin, wo die Wurzeln des Kyffhäuserbundes liegen“, erklärt Ilona Opel. „Obwohl die 225-jährige Tradition verpflichtet, reicht es nicht aus, das Erreichte zu pflegen. Wir wollen uns den zukunftsorientierten Herausforderungen stellen, um die Vielfalt im etwa 8000 Mitglieder zählenden niedersächsischen Landesverband zu erhalten“, erklärt der Landesvorsitzende.



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