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Lorenzen: Kernöffnungszeiten / Meyer: Auch sonntags aufsperren

Geschäfte sollen länger öffnen

Bückeburg (bus). Vertreter des Bückeburger Stadtmarketings (BSM), des Einzelhandels und der Hotellerie haben sich für eine Freigabe der Ladenschlusszeiten ausgesprochen. Wie Sönke Lorenzen (BSM-Vorsitzender), Delia Meyer ("decora e vive") und Gerhard Ostermeier ("Ambiente") in einem Gespräch mit CDU-MdL Friedel Pörtner betonten, stößt die beabsichtige Änderung auf breite Zustimmung.

veröffentlicht am 05.02.2007 um 00:00 Uhr

Gerhard Ostermeier (links), Sönke Lorenzen (rechts) und Delia Me

Lorenzen sprach sich für Kernöffnungszeiten aus: montags bis freitags, 8 bis 20 Uhr, sonnabends, 8 bis 16 Uhr. Innerhalb dieser Kernzeiten sollten - montags bis freitags von 9.30 bis 18.30 Uhr, sonnabends von 9.30 bis 14 oder 15 Uhr - ausnahmslos alle Geschäfte geöffnet sein. "Wir müssen den Gästen verlässliche Zeiten bieten", der Einzelhandel müsse sich einigen, sagte Lorenzen. "Sonst stirbt uns das breite Angebot weg." Meyer ging noch weiter und machte sich auch für eine Öffnung des Sonntags stark. "Herzensgern" sei sie bereit, zusätzliche Verkaufsmöglichkeiten zu nutzen, betonte jedoch im gleichen Atemzug, nur für sich zu sprechen. Lorenzen stellte heraus, dass der Bückeburger Einzelhandel seinen Informationen zufolge gegen eine sonntägliche Öffnung der Geschäfte plädiere. Für Ostermeier stellten sich solche Fragen nicht. "Wir sind ohnehin bei der 24-Stunden-Dienstleistung angekommen", unterstrich der Hotelier. Ostermeier mochte auch Lorenzens Befürchtung nicht teilen, nach der bei Uneinigkeit im Einzelhandel eine Ansiedlung von Filialisten drohe. Zudem sah Ostermeier keine Schwierigkeiten auf der Mitarbeiterseite. "Die Leute wollen eine vernünftige Stelle für vernünftiges Geld." Einigkeit herrschteüber das Beibehalten einiger verkaufsoffener Sonntage. Die Entscheidung darüber sollte bei den jeweiligen Kommunen angesiedelt sein. Unterdessen erwies sich das Informationsgespräch als ein wenig hinfällig. Etwa zur gleichen Zeit, in der die Runde im "Ambiente" zusammensaß, vermeldeten die Agenturen den Fall des niedersächsischen Ladenschlussgesetzes zum 1. April. Die Neufassung soll den Läden die Möglichkeit eröffnen, von montags bis sonnabends rund um die Uhr sowie an vier Sonntagen pro Jahr zu öffnen. Darauf hätten sich die Fraktionsvorsitzenden David McAllister (CDU) und Philipp Rösler (FDP) verständigt, hieß es. An den Adventssonntagen sowie oster- und pfingstmontags sollen die Ladentüren geschlossen bleiben. Pörtner betonte, dass die endgültige Entscheidung in den Fraktionen getroffen werde: "Bei so einem wichtigen Thema kann nicht eine Delegation das letzte Wort haben."

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