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Gesamtschulen - KER: Wer soll das bezahlen?

Landkreis (rd). In einer aktuellen Umfrage hat das Forsa-Institut nach Informationen des Kreiselternrats-Vorsitzenden Claus M. Holst festgestellt, dass Eltern nur eine zentrale Forderung an die Politik haben: "Sorgt für Unterrichtsversorgung und Unterrichtsqualität!" An neuerlichen Schulreformen in großem Maßstab wie "Gemeinsame Schule" oder "Neue Schule" haben Eltern danach kein Interesse.

veröffentlicht am 25.01.2008 um 00:00 Uhr

Allerorten höre man in letzter Zeit den Wunsch nach einer Gesamtschule, in Obernkirchen, Helpsen, Rodenberg und Lindhorst, schreibt Holst in einer Pressenotiz des KER. Dabei "sollten wir eines nicht vergessen: Das derzeitige dreigliedrige Schulsystem könnte durchaus funktionieren, wenn man es mit dem ausstatten würde, was es braucht: mehr Lehrerstunden, kleinere Klassen, mehr Förderunterricht, bessere und leistungsgerechte Forderung der Schüler, höhere Durchlässigkeit zwischen den Schulformen, besser ausgebildete Lehrkräfte und bessere Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrer." Man könne das Rad der Zeit nicht zurückdrehen, so Holst, "aber gerade das wäre hier zwingend erforderlich: Das Gymnasium müsste die Eliteschule sein, die Realschule die Ausbildungsstätte für Schreiber, Kaufleute und Banker, und die Hauptschule produziert Handwerker". Und Holst fragt: Wer soll die Gesamtschulen bezahlen? Die Landesregierung genehmige nur, sie bezahle nicht. "Weder bei der Verlässlichen Grundschule, noch bei der Einrichtung von Ganztagsschulen haben die Kultusminister die Zeche bezahlt." Der KER fordert erneut von der Politik: Lehrer- und Unterrichtsversorgung wie in unseren Nachbarländern - mit Forder- und Förderunterricht in Klassen mit 20 bis 24 Kindern.



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