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Einstimmiger Beschluss im Stadtrat / Standort geeignet: Zentral gelegen, gute räumliche Voraussetzungen

Gesamtschule soll das Schulzentrum ablösen

Obernkirchen (clb). Der einstimmige Beschluss am Montagabend hat es gezeigt: Wenn es nach dem Stadtrat geht, soll aus dem Schulzentrum "Am Ochsenbruch" künftig eine Gesamtschule werden. Wird dem SPD-Antrag auf Kreis- und Landesebene ebenfalls zugestimmt, dann steht einer Einrichtung im kommenden Jahr eigentlich nichts mehr im Wege.

veröffentlicht am 22.11.2007 um 00:00 Uhr

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Dass sich die Hauptschule immer mehr zu einem Auslaufmodell entwickelt und dass sich die Einrichtung einer Gesamtschule in der Bergstadt anbietet, darin waren sich alle Ratsmitglieder einig. "Wir brauchen in Obernkirchen eine Gesamtschule mit modernen Unterrichtskonzepten. Konzepten, die von einer heterogenen Schülerschaft ausgehen und die das Lernen von Kindern mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten realisieren", erläuterte Irmhild Knoche für die Gruppe Bündnis 90/Die Grünen/WIR. "So eine Schule wäre für Obernkirchen eine feine Sache und würde unsere Stadt für Familien attraktiver machen!" Die Hauptschule habe mit Ausnahme weniger einzelner Schulen ausgewirtschaftet, so Knoche weiter. Wenige Lernfortschritte werden gemacht, Mobbing, Disziplinlosigkeit und Gewalt unter den Schülern seien keine Ausnahmen. Auch Bürgermeister Oliver Schäfer (SPD) teilte diese Meinung. "Man hat nicht vielen Chancen im Leben, diese sollten wir nutzen! Das Schulzentrum hat die baulichen Voraussetzungen, das Personal spielt mit - warum also die Chance nicht nutzen?" Der Standort Obernkirchen sei nahezu ideal für die Einrichtung einer Gesamtschule - nicht nur zentral gelegen für Schüler aus Bad Eilsen, Bückeburg und dem Auetal, sondern auch für Kinder aus Nienstädt und Rinteln. Auch Beate Krantz (CDU) sprach sich für die Einrichtung dieser Schulform aus, machte aber deutlich, dass dieser Schritt "nicht nur mit dem einen Begriff" zu lösen sei. Vor allem wirtschaftlich müsse etwas geschehen, um dieses Vorhaben umsetzen zu können, erklärte sie. Begrüßt wird die neue Schulform in der Bergstadt auch von Seiten des Schulzentrums. Das wird nicht nur an dem eindeutigen Ergebnis der Gesamtkonferenz im Oktober (50 von 58 Teilnehmern hatten für eine Gesamtschule votiert) deutlich, sondern auch in den durchweg positiven Reaktionen auf den einstimmigen Ratsbeschluss. Er habe sich vor allem darüber gefreut, dass sich alle Parteien einig gewesen sind, erklärte gestern Vormittag auch Heinz Brehm, Mitglied im Vorstand des Schulelternrates. Mit der Einführung einer Gesamtschule könne seiner Meinung nach in erster Linie die Gesamtförderung der Kinder verbessert werden. Erfreutüber den Ratsbeschluss zeigte sich auch Torsten Reinecke, neuer Leiter des Schulzentrums: Eine im Herzen des Schaumburger Landes liegende Stadt wie Obernkirchen, in der dazu zahlreiche Kinder aus dem Auetal zur Schule gehen, benötige eine solche Einrichtung. Auch die räumlichen Voraussetzungen dafür seien gegeben.



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