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Unterrichtsversorgung kritisiert

Gesamtschule: Grüne wollen Hürden senken

Holzminden (red). Zu einer intensiven Diskussion über die Schulpolitik in Land und Kreis kam es bei einer Infoveranstaltung im Campe-Gymnasium Holzminden. Das teilte der Grüne Landtagsabgeordnete Christian Meyer mit. Veranstalter waren die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Bündnis 90/Die Grünen und die Initiative Pro IGS.

veröffentlicht am 29.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 11:21 Uhr

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Demnach hob der Gewerkschafts-Kreisvorsitzende Rainer Triller hervor, dass nun endlich die Konsequenzen aus PISA gezogen werden müssten. Die frühe Einteilung der Schüler ins dreigliedrige Schulsystem sei falsch und verfestige die soziale Undurchlässigkeit.

Eine individuelle Förderung in Integrativen Gesamtschulen sei der bessere Weg, Begabungen starker und schwacher Schüler zu fördern. „Es ist kein Wunder, dass die besten Schulen Deutschlands Gesamtschulen sind“, wies Thomas Reimers von der Initiative für eine Integrierte Gesamtschule im Kreis Holzminden hin. Reimers forderte, auch im Landkreis für die Eltern eine Integrative Gesamtschule zu ermöglichen.

Die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen, Ina Korter, berichtete aus der Anhörung zum Schulgesetz der CDU-FDP-Fraktionen. Landeselternrat, Lehrerverbände und Landesschülerrat hätten die Rückschritte im Schulgesetz und die Hürden für die Errichtung von Gesamtschulen im ländlichen Raum kritisiert und sich zu einem Bündnis mit der Opposition gegen die Schulpolitik der Landesregierung zusammengeschlossen. Die Forderung nach der Fünfzügigkeit für Integrierte Gesamtschulen sei sachlich nicht zu begründen. Aus der Zuhörerschaft wurde das Turbo-Abi nach Klasse 12 massiv kritisiert.

Christian Meyer kündigte an, mit der Kreis-SPD für eine Integrierte Gesamtschule im Landkreis kämpfen zu wollen und eine Resolution zur Senkung der Hürden für die Einrichtung von Gesamtschulen einbringen zu wollen.

Annette Kusak vom Kreiselternrat begrüßte die Elternbefragung. Sie beklagte die schlechte Unterrichtsversorgung an vielen Schulen, besonders in naturwissenschaftlichen Fächern.

Mitte Juni sind weitere Veranstaltungen geplant.

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