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CDU: Gaststätte könnte ins Erdgeschoss umziehen / Heute Ratssitzung

Gesamtkonzept statt Fahrstuhl

Nienstädt (gus). Bereits im Vorfeld der heutigen Sitzung des Nienstädter Gemeinderats hat die CDU-Fraktion signalisiert, dass sie dem Nachtragshaushaltsplan nicht zustimmen wird. Der darin enthaltene Ansatz für einen Fahrstuhl für das Sporthaus im Schierbachstadion geht den Christdemokraten nicht weit genug. Sie fordern ein Gesamtkonzept.

veröffentlicht am 18.11.2010 um 00:00 Uhr

Im linken Bildbereich soll der Lift installiert werden, weil die Treppe vielen Besuchern zu steil ist. Foto: gus

Dieses soll nach Worten Petra Ritters klären, ob nicht eine grundlegende Umgestaltung der Gaststätte im Schierbachstadion machbar ist. Sie sieht dort wie Fraktionssprecher Wolfgang Hoppe umfangreichen Sanierungsbedarf. Unter anderem sei die Küche viel zu klein. „Es grenzt an ein Wunder, dass Marianne Böttcher das leckere Essen für die großen Gesellschaften da drin so gut hinbekommt“, so Hoppe.

Vielleicht, so der Plan der CDU, ist es sogar möglich, die Gaststätte ins Erdgeschoss zu verlegen. Dann wäre ein Fahrstuhl gar nicht mehr nötig. Immerhin 34 000 Euro stehen nach Angaben der CDU-Politiker im Nachtragsetat für den Lift. Dass dies ausreicht, bezweifelt Hoppe. Der Fahrstuhl greife auch deshalb zu kurz, weil das Restaurant damit nicht behindertengerecht würde. Dafür seien die Toiletten nicht entsprechend ausgestattet.

Der Umzug des Gasthauses ins Parterre hätte laut Ritter den Charme, dass dort eine Terrasse beziehungsweise ein Biergarten entstehen könnte. Die Umkleidekabinen müssten dann ins Obergeschoss ziehen. „Aber die Sportler können ja Treppen laufen“, meint Ritter.

Grundsätzlich wollen die CDU-Politiker zumindest untersuchen lassen, ob eine zukunftsorientierte Lösung zu realisieren ist. „Es ist eigentlich die Aufgabe der Verwaltung, so etwas zu klären“, sagt Ritter.

Ergäbe sich daraus, dass ein solcher Plan unmöglich umzusetzen ist oder zu teuer wäre, dann hätte die CDU-Fraktion auch nichts gegen den Aufzug. „Wir wollen nicht, dass die Wirtin irgendwie benachteiligt wird“, versichert Ritter. Die CDU-Politikerin weiß, dass die Gemeinde den Großteil der Arbeiten bezahlen müsste, da diese Eigentümerin des Gebäudes ist.

Doch auch der SV Nienstädt 09 könnte sich in Form von Eigenleistung beteiligen, fügt Vereinsmitglied Hoppe hinzu. Zudem winken Zuschüsse von Kreis- und Landessportbund für Sportstättenbau. Und 34 000 Euro wolle die Kommune ja ohnehin ins Sporthaus investieren. Wie groß der finanzielle Zusatzaufwand einer grundlegenden Sanierung wäre, das wüssten die CDU-Politiker zu gern, bevor vollendete Tatsachen geschaffen werden.

Allerdings seien die Christdemokraten mit ihren Anstößen bisher ins Leere gelaufen, eine ausgiebige Diskussion habe es nie gegeben. Stattdessen seien die Weichen im Rat von vornherein in Richtung Fahrstuhl gestellt worden. „Schade, dass der SVN diese Chance verpasst“, sagt Ritter. Einen Treppenlift für die Zeit bis zur Rundum-Sanierung kann man auch mieten, fügt sie hinzu. Den Nachtragsetat werde die CDU daher ablehnen.

Die Ratssitzung ist heute, Donnerstag, in der Aula der Grundschule, Bahnhofstraße 1. Beginn ist um 19 Uhr.

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