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Rat hat Zuschüsse für Fahrkarten, Freibadkarten und alternative Energien für 2009 auf der Agenda

Geplant: Noch drei Wohltaten für Buchholzer

Buchholz (tw). Auch unabhängig davon, ob jeder Buchholzer aus einem Bürgerfonds 100 Euro erhält oder nicht (wir berichteten), will das Ortsparlament den Einwohnern 2009 auf direktem Wege gleich drei Mal Gutes tun. Während der jüngsten Zusammenkunft an der Bückebergstraße lüfteten die Politiker von WiB und SPD im Zuge der Haushaltsvorplanung sc hon mal ein wenig den Schleier ...

veröffentlicht am 21.11.2008 um 00:00 Uhr

H. Krause

Zur Zufriedenheit der SPD um ihres Fraktionschefs Klaus Kappmeier ist es den Genossen dabei - wenn sie sich auch nicht vollends durchsetzen konnte - gelungen, "zumindest den einen oder anderen Gedankenanstoß zu geben", wie sich Kappmeier freut. Fahrkarten Die SPD möchte Schülern, die nicht mehr in den Genuss der Pflichtförderung durch den Landkreis Schaumburg kommen, einen Zuschuss von 50 Prozent auf die Wochen- oder Monatskarte gewähren. Und: Sofern (erwachsene) Buchholzer ihre Wochen- oder Monatskarte nicht ausschließlich für Fahrten zur Arbeitsstelle nutzen, sollen auch sie einen Zuschuss erhalten - 30 Prozent. Insgesamt möchte die SPD eine Summe von 2000 Euro in den Haushalt 2009 eingestellt wissen. Um den Bogen finanziell nicht zu überspannen, könne die Förderung auf sechs Monate beschränkt werden. Danach könne für den Haushalt 2010 dann neu entschieden werden. Indes: Während die WiB um Sprecherin Gudrun Spiller die Zuschüsse für Schüler grundsätzlich gut heißt, möchte sie die Karten für Erwachsene nicht auf die von der SPD vorgeschlagene Weise durch die Gemeinde gefördert wissen. Bürgermeister Hartmut Krause (WiB), der mögliche Zuschüsse nicht nur für sechs, sondern sogar für zwölf Monate festschreiben will: "Buchholzer Rentner fahren maximal zwei Mal die Woche zumEinkaufen. Statt Wochen- oder Monatskarten zu bezuschussen, wäre das Fördern von Einzelfahrscheinen sinnvoller." Fraktionskollegin Angela Tosar teilt derweil die Bedenken ihrer Fraktionssprecherin: "Ob erwachsene Buchholzer von der Gemeinde bezuschusste Tickets tatsächlich nicht doch vorwiegend für Berufsfahrten verwenden, können wir wohl kaum kontrollieren." Auch sei der Verwaltungsaufwand für die Gemeinde erheblich. Das sieht Frank Rinne (SPD) anders: "Eben den Einsatz für Berufsfahrten müssen die Bürger auf dem Antrag mit ihrer Unterschrift verneinen." Wie auch immer: Angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Rat gilt am Ende als wahrscheinlich: Zuschüsse wird's 2009 für Schüler vermutlich geben, für Erwachsene dagegen wohl nicht. Solaranlagen Ein weiteres Begehren der SPD im Haushalt 2009 ist die Förderung von Solaranlagen. Dabei möchten die Genossen folgende drei Modelle zur Wahl stellen: 1. "Die Gemeinde Buchholz fördert Berechnungen für Solarerträge mit einer einmaligen Summe von 30 Euro pro Gebäude. 2. Die Gemeinde Buchholz fördert Fotovoltaikanlagen mit einer einmaligen Pauschale von 10 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche. 3. Die Gemeinde Buchholz fördert solarthermische Anlagen mit einer einmaligen Pauschale von 10 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche." Auch in diesen Fällen erachtet die SPD eine Fördersumme von insgesamt 2000 Euro für angemessen. Indes: Die WiB ist aus zwei Gründen mit dem Antrag unzufrieden. "Wir möchten, dass Fachleute ein auf Buchholz zugeschnittenes Konzept erarbeiten, bei dem neben Solarenergie auch Pellets, Erdwärme und Windkraft in den Blick genommen werden", begründet Spiller. Krause wiederum ist die von den Genossen angedachte Fördersumme von 2000 Euro zu gering. Beschluss am Ende: Für das Erstellen eines umfassenden Alternative-Energien-Konzepts werden 5000 Euro reserviert, für den Topf, aus dem sich Bürger bedienen können, weitere 5000 Euro. Bäderkarten Ein alter Bekannter ist dagegen der Zuschuss für die Eintrittskarten, die zum Schwimmen in den Freibädern berechtigen; hierfür sollen auf Anregung der WiB in den Haushalt 2009 zunächst 1000 Euro eingestellt werden. Bericht über weitere Pflöcke, die der Rat im Haushalt 2009 einschlägt, folgt.

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