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Erster Samtgemeinderat Eckhard Nonnenberg aus Steinbergen geht in Pension

Genug Hobbys für den Ruhestand

Eckhard Nonnenberg (vorne, l.) nimmt zum Abschied Blumen von Uwe Heilmann entgegen. Vertreter der Gemeinden und der Verwaltung gesellen sich dazu. Foto: bab Samtgemeinde Rodenberg (bab). Der Erste Samtgemeinderat Eckhard Nonnenberg ist gestern in den Ruhestand verabschiedet worden. Seit 1988 ist er in Rodenberg tätig gewesen. Zum Abschied kamen Vertreter der Mitgliedskommunen und des Samtgemeinderates.

veröffentlicht am 25.04.2007 um 00:00 Uhr

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4180 Arbeitstage hat der 59-jährige Nonnenberg allein für die Samtgemeinde Rodenberg zusammengezählt. 1988 kam der Steinberger in die Samtgemeinde, und obwohl er die Residenzpflicht nicht erfüllte, wählte ihn der Rat zum stellvertretenden Samtgemeindedirektor. "Es hat eine Kampfabstimmung gegeben", erinnerte Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann an die Schwierigkeiten, die der Wohnort Nonnenbergs verursachte. "Du hast dir aber nie anmerken lassen, dass du in Steinbergen wohnhaft bist", lobte er das Engagement für die Gemeinden in der Samtgemeinde Rodenberg. "Ich habe immer schnelle Autos, in fünf Minuten bin ich da", zitierte Nonnenberg die Argumente, mit denen er sich damals um den Job im Rathaus bewarb. Schließlich hat sich der Verwaltungsfachmann durchgesetzt. 1999 wurde Nonnenberg in den höheren Dienst befördert. Nach der Feinführung der Eingleisigkeit wurde Nonnenberg vom stellvertretenden Samtgemeindedirektor zum Ersten Gemeinderat. Er habe den Job "von der Pike auf gelernt", bemerkte Heilmann. Nonnenberg hatte nach der mittleren Reife seine Ausbildung bei der Grafschaft Schaumburg begonnen und hospitierte ein halbes Jahr in der Senatsverwaltung in Bremerhaven. Er absolvierte beide Laufbahnprüfungen, 1970 für den mittleren und 1973 für den höheren Dienst. Die Gemeindereform in der Grafschaft Schaumburg 1974 gestaltete er ebenso mit wie die Kreisreform 1977. Im entstandenen Landkreis Schaumburg wurde er 1980 jüngster Amtsleiter im Amt für Liegenschaften. Nach Rodenberg habe er sich beworben, weil ihn die Kommunalpolitik interessierte. Er lobte die Ratsmitglieder der Samtgemeinde, die den "richtigen Umgang mit der Macht" beherrschten und wirklich "Vorzeigepolitiker" seien. Der scheidende Beamte erinnerte sich aber auch an heiße Eisen, die während seiner Dienstzeit angepackt werden mussten. Besonders in Erinnerung ist ihm beispielsweise eine "Rettungsaktion" in Reinsdorf, wo er gemeinsam mit Landkreis und Land verhinderte, dass sich 30 Prostituierte ansiedeln. Von solchen und anderen kommunalpolitischen Schwierigkeiten bleibt er nun verschont. Nonnenberg, der verheiratet ist, eine Tochter sowie einen Sohn hat, wird sich jetzt den Hobbys widmen. Er angelt gern, macht Musik und malt sogar. "Und ich mache jegliche handwerklichen Arbeiten", sagt er. Davon erholt er sich gerne bei einem Glas Rotwein im Nachbarland Frankreich.



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