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Vielleicht lassen sich noch mehr Frauen für die freiwillige Feuerwehr motivieren

Genug Arbeit bei der Hamelner Feuerwehr

Hameln (gro). Kein Großbrand und kein Brandtoter im Jahr 2011. „Das ist sehr gut und belegt sicherlich auch, dass hauptberufliche und im Bedarfsfall auch freiwillige Kräfte der Feuerwehr in Hameln immer schnell genug zur Stelle waren und professionell gearbeitet haben“, sagte der stellvertretende Ortsbrandmeister Norbert Tegtmeyer in der Jahreshauptversammlung der 182 Mitglieder zählenden Feuerwehr Hameln. Verzeichnet wurden 282 Brand- und 620 Hilfeleistungseinsätze im abgelaufenen Jahr. Durchgängig, so Tegtmeyer, sei der immer wieder prognostizierte Rückgang von Mitgliedern in allen Sparten angekommen. „Vielleicht gelingt es uns ja in der Zukunft, mehr Frauen für die Freiwillige Feuerwehr zu begeistern.“ Zwei seien es nun in Hameln und da lasse sich doch sicherlich noch etwas machen, zumal der Deutsche Feuerwehrverband für die kommenden Jahre das Ziel ausgegeben habe, den Anteil der Frauen – der bundesweit acht Prozent betrage – zu steigern, so Tegtmeyer. Nicht ohne Stolz verkündete er dann, passend zu dem Thema: „In der Kinderfeuerwehr haben wir 22 Mitglieder und da liegt die ,Mädchenquote‘ bei 40 Prozent.“ Allerdings habe die Kinderfeuerwehr auch Probleme gebracht, das aber nun rein positiv gesehen. Es fehle der Platz und mittlerweile gebe es auf- grund des großen Zuspruches sogar schon eine Warteliste.

veröffentlicht am 22.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 19:21 Uhr

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Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann dankte für die Arbeit der Feuerwehr in der Stadt und sagte dieser zu, dass man sicherlich über die Platzprobleme für die Kinderfeuerwehr sprechen könne, um eine Lösung zu finden. Bekannt seien ihr auch die großen Themen, die die Feuerwehr zurzeit bewegten, wie der Zustand der Feuerwehrgerätehäuser und die Veränderungen im Rettungsdienst. „Ihre Sorgen zu diesen Themen sind in der Verwaltung angekommen“, sagte Lippmann.

Dieses griff Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke auf und sagte, dass es seiner Ansicht nach klug von der Verwaltung gewesen wäre, die Personalplanung für die Neugestaltung des Rettungsdienstes zunächst in kleiner Runde unter Beteiligung des Ausschussvorsitzenden und seiner Stellvertreterin, Verwaltung sowie haupt- und ehrenamtlichen Kräften zu besprechen, um zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen. Mit dieser hätte dann sicherlich auch der Ausschuss weniger Probleme gehabt. „Stattdessen werden mit dem nun gewählten Weg wieder einmal Diskussionen innerhalb der Feuerwehr hervorgerufen.“

Zur Feuerwehrfrau wurde im Rahmen der Versammlung Anna-Lena Lueg befördert, zu Feuerwehrmännern Henning Baumgart, Tobias Daume, Lion Flentje und Paul-Moritz Meier. Oberfeuerwehrmänner sind ab sofort Nils Mandla und Daniel Möller, sowie Dietrich Reckelkamm Erster Hauptfeuerwehrmann. Bastian Selle wurde zum Löschmeister befördert, Dean-Trevor Bell zum Oberlöschmeister. Für 25 Jahre aktiven Dienst wurden Dieter Bockmann, Stefan Möller, Nils Rabenhorst, Stefan Sedlag und für 40 Jahre Ulrich Niehoff und Norbert Tegtmeyer ausgezeichnet. Rudolf Hesse, Volker Metz und Lothar Springer wurden für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt. In die Altersabteilung trat aus der aktiven Wehr Manfred Both über.



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