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Evangelische und katholische Gemeinde in der Osternacht vereint in derÖkumene

Gemeinsam flackern die Osterkerzen

Bückeburg (jp). "Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat." Auch in diesem Jahr haben zahlreiche Bückeburg Christen aller Konfessionen in der Osternacht die Auferstehung Jesu Christi gefeiert. Am frühesten waren die Mitglieder der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Bückeburg auf den Beinen: Sie trafen sich mit Pastor Klaus Zastrow bereits um halb sechs in der Frühe an der Jetenburger Kirche, um dort den traditionellen Osterweg zu beginnen.

veröffentlicht am 25.03.2008 um 00:00 Uhr

Pastor Klaus Zastrow und Pfarrer Matthias Ziemens entzünden die

Mit insgesamt sieben Lesungen spannte Pastor Klaus Zastrow dabei den Bogen von der Schöpfungsgeschichte aus dem Buch Genesis bis hin zur Auferstehung Jesu im neuen Testament. Die erste Lesung wurde auf dem Jetenburger Friedhof gehalten, die zweite am Sterngucker neben dem Dr.-Faust-Hallenbad, die dritte dann beim Treffen vor der Katholischen Kirche St. Marien zur ökumenischen Lichtfeier. Hier entzündeten Pastor Klaus Zastrow und Pfarrer Matthias Ziemens gemeinsam die Osterkerzen ihrer Gemeinden, die anschließend in die jeweiligen Gotteshäuser getragen wurden. In der Stadtkirche, wo auch die vier folgenden Lesungen erklangen, erhielten während des Osternacht-Gottesdienstes mit Nevio Hustet-Kaboth und Linus Greifenberg zwei Kinder die Taufe. "Nur zwei Themen im Leben sind wesentlich: die Liebe und der Tod." Mit diesem Eugen-Drewermann-Zitat leitete Pfarrer Matthias Ziemens seine Predigt während des Osternachts-Gottesdienstes in der Katholischen Kirche St. Marien ein. "Was bleibt den Menschen, wenn ihnen genommen wird, woran sie ihr Herz hängen?" In der Welt werde immer wieder versucht, Menschen einzukerkern und Wachen vor ihr Grab zu stellen wie vor das Grab Jesu, zu dem die Frauen am Ostermorgen gehen. Doch Gott wolle, dass die Menschen leben, sonst hätte er sie nicht erschaffen. Nach den Osternachtsgottesdiensten in St. Marien und der Stadtkirche trafen sich die Mitglieder der Katholischen und der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde wie in jedem Jahr zum gemeinsamen Osterfrühstück. In diesem Jahr war die Reihenfolge dabei an den Lutheranern, zu dem ökumenischen Beisammensein einzuladen.



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